Stoppt die Fuchsjagd!

Die Bejagung von Füchsen muss verboten werden

Es ist schon verwunderlich, dass die Jagd auf Füchse seit Jahrzehnten mit fadenscheinigen Behauptungen gerechtfertigt wird, ohne dass ein lauter Aufschrei in Politik, Medien und Gesellschaft erschallen würde. Die Jagdlobbyisten scheinen politische Entscheidungsträger und Medienschaffende in weiten Bereichen im Griff zu haben. Mal werden Füchse vorgeblich erschossen, um Rebhühner zu schützen, obwohl die Gesellen im grünen Zwirn auch auf Rebhühner anlegen. Dann wieder sollen Füchse erlegt werden, um uns vor dem Fuchsbandwurm zu retten, doch es gibt mehr Menschen, die bei Jagdunfällen geschädigt oder ums Leben kommen, als am Fuchsbandwurm versterben. So mancher Zeitgenosse bläst zur Jagd auf die Füchse, obwohl nach deren Reduzierung die Mäuse auf dem Feld tanzen und von Landwirten mit Gift bekämpft werden. Eine innere Logik kann ich in der Fuchsjagd nicht erkennen, es sei denn, es geht um das schiere Töten. Eine echte Verwertung der Hunderttausende geschossener Füchse findet nicht statt, so hat die heutige Jagdleidenschaft nichts zu tun mit unseren Vorfahren, die Wild erlegten, um sich zu ernähren oder um Kleidung herzustellen. Verwundert kann ich nur den Kopf schütteln, wenn ich lese, dass sich auf unseren Feldern, in Wald und Forst – und in der Stadt – 467 682 Jäger tummeln. So kam im Jagdjahr 2024/25 bei 464 771 erlegten Füchsen gewissermaßen auf jeden Jäger ein gekillter Fuchs. Aber so mancher Jagdscheininhaber erschoss deutlich mehr Füchse, denn zur Ehrenrettung möchte ich betonen, dass es durchaus Jäger gibt, die aus Überzeugung keine Füchse schießen. Aus meiner Sicht ist es längst überfällig, die Fuchsjagd in Deutschland zu verbieten, da sie weder dem Schutz von Rebhühnern noch Wildkaninchen dient, keinen ökologischen Nutzen hat, sondern nur der Leidenschaft am Töten frönt. Die Jagd auf Füchse ist ein unmoralischer Anachronismus!

Ein Fuchs bei Nacht in einem Garten.
In unserem Mini-Vorstadtgärtchen tummeln sich bei Nacht häufig Igel, doch manchmal schaut sogar ein Dachs oder ein Fuchs vorbei. Nächtliche Gäste suchen nicht nur Futter und Versteckmöglichkeiten, sondern gerade auch Wasserstellen, die in Stadt und Land immer seltener zu finden sind. Selbst kleine Gärten in städtischen Quartieren können dazu beitragen, den Lebensraum für Wildtiere zu erhalten oder sogar zu vergrößern. Mehr dazu lesen Sie in: ‚Wenn es Nacht wird im Gärtchen. Ein kleines Stück Natur für tierische Gäste‘. (Bild: Ulsamer)

Der Fuchs ist nicht der Märchen-Unhold

Füchse haben wir bei unseren Wanderungen, aber auch in der Stadt, immer wieder zu Gesicht bekommen. Des nächtens besucht ein Fuchs sogar unser kaum 30 Quadratmeter großes Vorstadtgärtchen, allerdings haben wir ihn nur per Wildkamera zu Gesicht bekommen. Umso überraschter waren wir, als uns auf einer Weidefläche vor unserem Häuschen im irischen Kerry plötzlich eine junge Füchsin beobachtete. Sie blieb einige Meter entfernt, doch das Wasser im Vogelbecken oder in der Schafstränke schien sie in unsere Nähe zu locken – und vermutlich die Neugier. Angefüttert konnte sie niemand haben, denn unser Haus war einige Monate verwaist gewesen und ebenso Nachbargebäude. Vielleicht hatte diese Ruhe die Fähe bewogen, hier ihren Fuchsbau zu beziehen bzw. die von Wildkaninchen auszubauen. Das Muttertier sahen wir nicht, vielleicht ist sie auch einem schießwütigen Nachbarn oder dem Verkehr zum Opfer gefallen. Eine zurückhaltendere Schwester der Füchsin ließ sich aus der Ferne blicken, deutlich unterscheidbar durch eine helle Schwanzspitze. Als uns die Füchsin mit ihren wachen Augen immer wieder beobachtete, auf der Weide zwischen den Schafen auf Insektensuche ging, da hatten meine Frau und ich noch weniger Verständnis für Jäger, die auf Füchse anlegen.

Ein helles und ein dunkelbraunes Schaf im Hintergrund. Im Vordergrund ein dunkles Schaf, das am Boden sitzt mit erhobenem Kopf. Auf dem Rücken steht mit den Vorderpfoten ein Jungsfuchs und hatden Kopf dem Schaf zugewandt.
Schafe sind froh, wenn sie von unliebsamen Plagegeistern befreit werden. Dohlen, Elstern und Stare habe ich auf Schafen häufig gesehen, wenn sie Insekten aus dem Fell picken. Doch eine junge Füchsin, die dies erledigt, hatte ich noch nie zu Gesicht bekommen. (Bild: Ulsamer)

Verblüffend war es, mitzuerleben, dass sich die Schafe, die wir von unserem Nachbarn, einem Schaffarmer, geliehen hatten, wenig aus den kleinen Füchsen machten. Begegnete die Jungfüchsin einem Schaf auf einem Wall, wich sie aus, kam ihr ein bestimmtes Mutterschaf zu nahe, verschwand sie unter Stechginsterbüschen. Bei einem Schaf näherte sich die Füchsin sogar und untersuchte ohne Abwehr das Fell, wie es Elstern und Dohlen gleichfalls tun, um aus der Wolle stechende Plagegeister, Käfer oder andere Insekten herauszupicken. Dies relativiert auch den von Schafhaltern immer wieder ins Feld geführten Verdacht, Füchse würden ihre Lämmer reißen. Das mag es geben, wenn Lämmchen krank auf die Welt kommen, und so manches Mal habe ich helfend eingegriffen und bei Drillingsgeburten dem letztgeborenen Lamm nicht nur auf die Beine geholfen. Unser Nachbar sieht im Gegensatz zu einigen Kollegen die Hauptgefahr für Lämmer nicht beim Fuchs, sondern bei Krankheiten oder Geburtsproblemen. Und wenn ihm schon mal ein Lamm mit ein oder zwei Monaten ohne jede Spur abhandengekommen ist, vermutet er eher einen Dieb auf zwei Beinen, denn ein Fuchs könne ein solches Lamm vom Gewicht her nicht wegschleppen. Würde er es angreifen und töten, dann müsste es zumindest Blutspuren oder Körperreste geben. Den Füchsen werden in den Medien und durch manche Tierhalter Untaten angedichtet, die eher der Sagenwelt entstammen. In Zeiten der Massentierhaltung dürfte es den Füchsen eh schwerfallen, dem Kinderlied ‚Fuchs, du hast die Gans gestohlen‘ von Ernst Anschütz aus dem Jahr 1824 zu folgen. Ist das Image erst mal ‚versaut‘, beispielsweise durch Kinderlied oder Märchen, dann hat man es als Wildtier in Deutschland nicht leicht, was für Fuchs und Wolf gleichermaßen gilt. Gerne verweise ich auf meinen Beitrag ‚Politiker mit Rotkäppchen-Syndrom – reif für unsere Parlamente? Die Wolfs-Hysterie nimmt in Deutschland skurrile Formen an‘.

Ein rotbrauner Fuchs trinkt aus einem grünen Becken, das Wasser für Schafe enthält. Die Zunge ist zu sehen.
In den sich häufenden Trockenperioden wird es für Füchse und andere Wildtiere immer schwerer, eine Wasserstelle zu finden. Diese junge Füchsin hat sich bis zu einer Schafstränke vorgewagt. Manchmal frage ich mich, wo die Zeitgenossen bisher gelebt haben, die heute zurecht erklären, man müsse das Wasser in der Landschaft halten, aber vergessen zu haben scheinen, dass in den letzten 50 Jahren in Deutschland 75 % der Kleingewässer zugeschüttet oder anderweitig zerstört wurden. Mehr dazu in: ‚Mehr Wasserstellen für Wildtiere schaffen. Wasserarmut trägt zum Artensterben bei‘. (Bild: Ulsamer)

Fuchsjagd ist unmoralisch

„Weite Teile der Jäger:innen betrachten Füchse als Jagdkonkurrenten oder benutzen sie einfach als lebendige Zielscheiben zur Ausübung ihres grausamen „Hobbys“ – selbst Fuchskinder sind vor ihren Gewehren nicht sicher“, so die Tierschutzorganisation PETA. Als wir der jungen Füchsin in die Augen blickten, fragten wir uns, wer es wohl fertigbringt, Füchse jeden Alters abzuknallen oder in Fallen zu locken. In Deutschland ist es erlaubt, selbst Fuchswelpen zu töten, Fuchsfamilien mit abgerichteten Hunden aus ihren Bauen zu vertreiben, um sie dann zu hetzen und letztendlich zu erschießen. Wer auch nur das kleinste bisschen Respekt vor Mitlebewesen hat, der kann doch nicht auf Jungfüchse oder ihre erwachsenen Artgenossen schießen! Selbst Fallen, die Füchse erschlagen sollen, sind in unserem Land zugelassen, obwohl die Wildtiere noch stundenlang leiden. Jägerinnen und Jäger neiden den Füchsen die Beute, denn sie wollen die einzigen Prädatoren im Revier sein. Und so ergeht es im Übrigen auch den nach Deutschland zurückgekehrten Wölfen. Hierauf bin ich verschiedentlich in meinem Blog eingegangen, beispielsweise auf eine unselige Kumpanei von Politik und Jägerschaft, die bis in grüne Kreise reicht. Ach ja, mancher Jäger trägt auch einen grünen Rock! Mehr dazu in: ‚Grün und Schwarz – gemeinsam zur Wolfshatz. In Baden-Württemberg haben es Wölfe schwer‘. Und ob es eine gute Lösung ist, dass ausgerechnet der mitgliederstärkste Naturschutzverband mit Jörg-Andreas Krüger einen Jäger zum Bundesvorsitzenden hat, das wage ich dann doch zu bezweifeln. „Naturschutz sind für mich auch Fernglas, Gummistiefel und Spaten, bei der Jagd kommt noch die Waffe hinzu“, so Krüger etwas kurzschlüssig in einem Interview. Und der NABU-Präsident fuhr fort: „Ja, aktuell habe ich für drei Reviere Begehungsscheine, darf dort also unbegleitet jagen. Sie liegen alle in großen Schutzgebieten, in denen Wälder von Monokulturen zu vitalen Wäldern entwickelt werden sollen. Um der Naturverjüngung eine Chance zu geben, müssen die hohen Bestände von Hirschen und Rehen jetzt erst einmal reduziert werden. Ich will schließlich etwas im Sinne der Natur verändern.“ Da kann und mag ich nicht folgen: Wie kamen die Wälder nur ohne Jäger und Förster zurecht? Vielleicht ginge es unseren verbliebenen Waldgebieten und den verschandelten Forsten besser, wenn man sie in Ruhe lassen würde!

Ein Fuchs springt mit gekrümmtem Rücken auf Beute.
Eine Maus hat die Füchsin vermutlich nicht erwischt, doch Übung macht die Meisterin. Ein erwachsener Fuchs erbeutet pro Jahr 3 000 bis 5 000 Mäuse und verhindert so, dass die Mäuse zur Plage werden können. Die Natur sorgt für ein Gleichgewicht, wenn der Mensch dies zulässt. Pervers ist es, zuerst fast eine halbe Million Füchse pro Jahr abzuschießen und dann gegen die Mäuse die chemische Keule einzusetzen. „Hilferuf eines Landwirts: Feldmäuse verschlingen zwei Drittel meiner Ernte“, so die Bild-Zeitung. Da ist es doch längst überfällig, die Jagd auf Füchse zu verbieten. (Bild: Ulsamer)

Wären wir auf das Fleisch der Wildtiere angewiesen, dann könnte ich der Jagd noch eine moralische Komponente zubilligen, doch in Zeiten einer perversen Massentierhaltung ist es geradezu lächerlich, wenn das Aufkommen an Wildbret genannt wird, um die Hobby-Jagd zu rechtfertigen. Gerne leugnen die Jagdbefürworter, dass Füchse zu den Gesundheitspolizisten des Waldes gehören, indem sie kranke oder schwache Tiere erbeuten. Stattdessen wird der Fuchsbandwurm ins Feld geführt, obwohl seit einem Verbot der Jagd auf Füchse in Luxemburg die mit dem Fuchsbandwurm befallenen Tiere deutlich zurückgegangen sind. Ein Fuchs erbeutet pro Jahr 3 000 bis 5 000 Mäuse und verhindert so, dass die kleinen Nager großen Schaden anrichten. „Massive Ernteschäden. Klöckner ruft Länder zum Handeln gegen die Mäuseplage auf“, so titelte 2020 ‚top agrar‘, und die damalige Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die heutige Bundestagspräsidentin, forderte nicht dazu auf, endlich die verwerfliche Jagd auf Füchse zu stoppen, sondern setzte sich für einen freizügigeren Umgang mit der chemischen Keule – ‚Rodentizide‘ – ein. Perverser geht es kaum noch, jährlich fast 500 000 Füchse killen und dann die Mäuse vergiften! Die ehemalige Weinkönigin Julia Klöckner hatte ohnehin manche schräge agrarpolitische Idee, aber leider wurde es nach ihr auch nicht besser. ‚Wenn Julia Klöckner über Bullerbü lästert. Wir brauchen eine neue Agrarpolitik in Deutschland und der EU‘, so der Titel eines meiner Blog-Beiträge.

Ein Fuchs in niedrigem Bewuchs vor einem liegenden Baumstamm, über den er klettern wird.
„Füchse sterben zum Wohl des Feldhasen“, lautete die Überschrift in der ‚Stuttgarter Zeitung‘: Wenn schon zum großen Halali geblasen werden soll, dann doch bitte nicht mit solch abstrusen Begründungen! Würden die Jäger etwas für den Erhalt der Feldhasen tun wollen, sollten sie zuerst deren Abschuss beenden. Im Jagdjahr 2024/25 erschossen die Jäger in Deutschland 218 157 Feldhasen! Weitere Informationen zum traurigen Dasein der Feldhasen lesen Sie in: ‚Feldhasen im Visier. Rote-Liste-Status nutzt nichts bei Verlust des Lebensraums‘. (Bild: Ulsamer)

Dem Fuchs legen die Schießfreudigen zur Last, er sei schuld am Verschwinden der Rebhühner. Deren Zahl ist seit 1980 um über 90 % zurückgegangen, doch das liegt gewiss nicht am Fuchs, sondern an der Intensivierung der Landwirtschaft, die kaum noch ein ruhiges Plätzchen für die Rebhühner übriggelassen hat. Wirklich makaber ist es, wenn zum ‚Schutz‘ der Rebhühner zur Jagd auf die Füchse geblasen wird, und zeitgleich Rebhühner abgeschossen werden. So vermeldet der Deutsche Jagdverband für das Jagdjahr 2024/25 nicht nur 464 771 geschossene Füchse, sondern auch 1 269 erlegte Rebhühner. Warum werden denn Rebhühner geschossen, wenn sie doch vorgeblich geschützt werden sollen? Einigen Jägern scheint es nur ums Abschießen zu gehen, egal was vor die Flinte läuft. Gerne wird auch angeführt, man wolle den Bestand von Wildkaninchen und Feldhasen schützen, doch im genannten Jagdjahr wurden 54 834 Wildkaninchen bzw. 218 157 Feldhasen niedergestreckt. Nicht die Füchse sind die eigentliche Gefahr für die Artenvielfalt, sondern die Jäger! Wer auf Füchse schießt, die einen wichtigen Beitrag zu einer gesunden Natur leisten, handelt unmoralisch!

Zwei Jungfüchse hintereinander auf einer Weidefläche.
Zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine Füchsin schaut uns beim Einschlagen von Holzpfählen für die Schafszäune zu, die andere verschwindet blitzschnell, wenn man nur das Fenster öffnet. Leider konnten wir kein Elterntier erspähen. (Bild: Ulsamer)

Lasst die Füchse in Ruhe!

Ernüchternd ist es, dass in unserer Gesellschaft Jagdlobbyisten mit ihren Ammenmärchen mehr Einfluss gewinnen können als die Organisationen, die sich für den Fuchs und andere Wildtiere einsetzen. „Neueste Studien dagegen zeigen, dass Füchse das Risiko für eine Ansteckung des Menschen mit der Lyme-Borreliose reduzieren können“, betont das Aktionsbündnis Fuchs und fährt fort: „Ihre Aktivitäten führen offenbar dazu, dass Mäuse weniger stark von Zecken befallen sind und diese Zecken seltener Träger der Borreliose-Erreger sind. In der Tierwelt nehmen Füchse als Aasvertilger und durch die Erbeutung kranker und schwacher Tiere ohnehin eine wichtige Rolle als Gesundheitspolizist ein.“ Jagdbegeisterte wollen das nicht hören, dessen bin ich mir bewusst, doch es bleibt dennoch richtig!

Junge Fpchsin liegt auf dem Bauch ausgetreckt auf einem flachen Felsbrocken.
So sieht die Welt der jungen Füchsin friedlich aus, doch leider leben Füchse in einer Welt, in der ihnen viele Zeitgenossen nach dem Leben trachten. Attacken auf Wildtiere gehören immer häufiger zum schlechten Stil. Aber nicht nur große Beutegreifer wie Wolf oder Luchs treffen häufig auf Ablehnung, sondern auch Füchse, Fischotter, Biber, Kormorane, Fischreiher oder Kolkraben. Hat unsere Gesellschaft verlernt, mit der Natur in Einklang zu leben? Weitere Anmerkungen dazu finden Sie in meinem Artikel ‚Lebensrecht für Wildtiere in der Natur. Nur hinter Gittern eine Zukunft?‘ (Bild: Ulsamer)

Längst geht es nicht mehr nur um den Fuchs, sondern die politischen Trommeln dröhnen immer lauter, wenn es um den Abschuss von Wölfen, Bibern, Fischottern oder Kormoranen und sogar Gänsesägern geht. Politiker schieben gerne der einen Tierart die Schuld zu, wenn es einer anderen schlecht geht, doch ist es nur ein Verschleierungsmanöver, um vom Einfluss des Menschen abzulenken. Wenn Rebhühner auszusterben drohen, dann liegt das nicht am Fuchs, sondern an der Zerstörung ihres Lebensraums. Mehr dazu in: ‚Schwarzer Peter für Wildtiere. Aber: Der Mensch zerstört die Artenvielfalt!‘ Und kommt ein Wisent aus Polen nach Brandenburg oder ein Bär nach Bayern, dann knallen im amtlichen Auftrag die Büchsen. Da frage ich mich schon, was aus Deutschland geworden ist! Wildtiere gehören zu unserer Natur, genauso wie die Füchse. Die Jagd auf Füchse muss verboten werden, weil sie moralisch nicht zu rechtfertigen ist. Die ins Feld geführten ‚Argumente‘ für die Jagd zerplatzen bei näherer Betrachtung wie Seifenblasen. Der Fuchs leistet einen Beitrag zu einer vielfältigen Natur, die Jägerschaft trägt dagegen mit dem Abschuss von Füchsen zu deren Zerstörung bei. Stoppt endlich das sinnlose Morden der Füchse.

 

Ein helles Schaf liegt auf der Weide mit erhobenem Kopf, daneben sitzt ein junger Fuchs.
Die Schafe und die kleine Füchsin auf der Weide kommen gut miteinander aus, wobei die Füchsin ausweicht, wenn ein Mutterschaf direkt auf sie zukommt. (Bild: Ulsamer)

 

Fuchs liegt eingekuschelt auf einem Stein. Blick zum Fotografen gerichtet.
So wurden wir noch nie von einem Fuchs oder einem anderen Wildtier beobachtet. Sie zu vertreiben, wäre vielleicht besser, denn bei dem ein- oder anderen Nachbarn steht ein Gewehr im Schrank, und viele Schaffarmer wollen den Füchsen ans Fell. Aber wer bringt es fertig, solch eine junge Füchsin anzuschreien oder gar mit Steinen zu bewerfen? In einer Welt, wie ich sie mir wünsche, würden Mensch und Fuchs ohne Büchsenknall miteinander auskommen. (Bild: Ulsamer)

 

Fuchs mit geöffnetem Maul. Die Zähne sind sichtbar. Er liegt am Hang eines Erdwalls. Er scheint zu gähnen.
Der Fuchs ist ein Beutegreifer, dies zeigt auch sein Gebiss. Aber Füchse sind keine Bedrohung für uns, sondern Helfer, indem sie u. a. Mäuse und Aas fressen. In ‚Verdrehte Welt: Zwischen Rotkäppchen und dem gestiefelten Kater‘ bin ich auf die Unterstellungen eingegangen, mit denen manche Politiker und Jagdbegeisterte die Jagd auf Füchse oder Wölfe zu legitimieren versuchen. (Bild: Ulsamer)

 

Eine junge Füchsin klettert über Gabionen, in denen sich Muscheln befinden.
Füchse überwinden geschickt auch ungewohnte Hindernisse. (Bild: Ulsamer)

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