Schwarzer Peter für Wildtiere

Aber: Der Mensch zerstört die Artenvielfalt!

Immer mehr Tierarten landen auf ‚Roten Listen‘ und gelten als bedroht, doch dies scheint viele Zeitgenossen nicht nachdenklich zu stimmen. Ganz im Gegenteil: Sie haben schnell eine andere Tierart zur Hand, der sie den Schwarzen Peter zuschieben können. Da wird der Fuchs zum Sündenbock, wenn die Rebhühner aussterben, und der Waschbär trage die Schuld am Amphibienrückgang, der Kormoran vernichte die Felchen im Bodensee, und die wenigen Gänsesäger sollen für den Niedergang der Äschen in Bayern verantwortlich sein. Nicht genug mit solchen Fake News, es wird behauptet, der Wolf versetze der Weidewirtschaft den Todesstoß, gegen den Fischotter wird als Feind aller Teichbesitzer gehetzt. Zumeist bleibt der gesammelte Unsinn in den Medien unwidersprochen. So mancher Politiker und seine bürokratischen Helfer plädieren für den Abschuss der vermeintlichen Verursacher des Artenschwunds. Aber: Wenn es immer weniger Amphibien in unserem Land gibt, dann liegt dies am Verlust von Kleingewässern und gewiss nicht am Waschbären! Und der Rückgang bei den Rebhühnern geht auf die Kappe einer immer intensiveren Landwirtschaft und sicherlich nicht auf das Konto des Fuchses. Der Mensch zerstört die Artenvielfalt, indem er den Wildtieren den Lebensraum raubt, und manche Mitbürger versuchen dann, die Ursachen zu leugnen und die Schuld am drohenden Aussterben von Tieren flugs einer anderen Tierart anzulasten. Fake News wird jedoch nicht dadurch richtig, dass sie medial und in der Politik in Dauerschleife wiederholt wird.

Nachtaufnahme eines Waschbären, der mit der Schnauze und den Vorderpfoten in einer Vogeltränke steht.
Wer heute über den Waschbären als invasive Art schimpft und dessen Abschuss fordert, der sollte sich zumindest daran erinnern, dass das Forstamt Föhl die ersten beiden Pärchen 1934 am Edersee in Nordhessen ausgesetzt hat. 1945 entkamen weitere Waschbären in der Nähe von Berlin aus einer Pelztierfarm. Die Waschbären haben sich somit nicht auf leisen Pfoten nach Deutschland geschlichen, sondern sie wurden hier ausgesetzt. Im Jagdjahr 2023/24 wurden laut Deutschem Jagdverband 239 162 Waschbären abgeschossen, knapp 18 % mehr als im vorhergehenden Zeitraum. Aus der ZOWIAC-Studie resultiert die Forderung, die Waschbären noch intensiver zu bekämpfen, doch wird ein solches Massaker wirklich ein einziges Problem lösen? Macht es nicht mehr Sinn, Gebäude, in die der Waschbär eindringen könnte, besser zu sichern, zugängliche Nahrungsreste in Stadt und Land zu reduzieren und wichtige Amphibiengewässer zu schützen? Sollen nicht rund um die Uhr Fallen zuschnappen und die Büchsen knallen, dann müssen wir lernen, mit tierischen Zuwanderern zu leben. Darauf bin ich in meinem Artikel ‚Nilgänse und Waschbären gehören zu unserer Natur. Wir brauchen wieder mehr Vielfalt in der Landschaft‘ eingegangen. (Bild: Ulsamer)

Kormorane und Waschbären für den Naturschutz töten?

Am Bodensee, und nicht nur dort, gilt der Kormoran für die wenigen Fischer und den ein oder anderen Gastwirt als der geflügelte Feind, der ihnen tauchend die selten gewordenen Felchen wegschnappt. Hier hilft nach deren Meinung nur das Vergrämen, das nicht selten im Abschuss endet. Zwar gibt es in Baden-Württemberg mit Winfried Kretschmann den einzigen grünen Ministerpräsidenten, doch Kormorane dürfen seit 2010 abgeschossen werden, falls erhebliche fischereiwirtschaftliche Schäden drohen. Der Rückgang der Felchen ging tatsächlich nicht mit der Zuwanderung der Kormorane einher, sondern ist das Resultat eines sauberen Gewässers! Als viele Gemeinden rund um den Bodensee noch nicht über Kläranlagen verfügten, da fühlten sich die Felchen besonders wohl, und so kam schon mancher Fischer oder Angler auf die Idee, man könnte ja wieder etwas mehr Phosphat einleiten. Blicken wir kurz zurück: In den 1950er Jahren war das Wasser des Bodensees stark durch Fäkalien und Dünger verunreinigt, dann kam die Wende! Dank übergreifender Zusammenarbeit Österreichs, der Schweiz, Deutschlands und des Fürstentums Liechtenstein wurde das Netz der Kläranlagen ausgebaut und die Wasserqualität stark verbessert. Auf diese Weise ist der Bodensee heute ein wichtiges Wasserreservoir und zugleich ein Tourismusmagnet, allerdings scheinen den Felchen die Nährstoffe zu fehlen. Das hohe Maß an überregionaler und staatenübergreifender Kooperation ist ein Musterbeispiel zur Lösung auch anderer Umweltkonflikte, selbst wenn dann weniger Felchen auf dem Teller von Fischliebhabern landen. Auf dieses Thema bin ich in meinem Blog-Beitrag ‚Bodensee: ‘Tourismusmagnet und Trinkwasserreservoir. Besser keine Felchen als kein Trinkwasser‘ eingegangen. Fragwürdigen Einfallsreichtum hat das von Peter Hauk (CDU) geführte baden-württembergische Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft entwickelt, denn ab 2026 sollen Drohnen zum Einsatz kommen – wie der SWR berichtete: „Das Fluggerät habe einen langen Auslegearm und könne die Eier in den Kormorannestern mit Öl besprühen. Das Öl sorge dafür, dass sich keine Jungvögel entwickeln“. Für mich stellt sich schon die Frage, ob das Wohl von 30 bis 40 Berufsfischern wichtiger ist als die Natur, zu der auch der Kormoran gehört. Die Silberreiher haben es bisher noch gut, denn auf sie wird nicht angelegt, obwohl sie nicht nur bei Fischen, sondern auch bei Amphibien zugreifen. Vielleicht schützt den Silberreiher ja sein weißes Gefieder.

Mehrere Kraniche auf einer grünen Wiese.
In Medien und politischen Äußerungen entsteht der Eindruck, die Kraniche seien die Verursacher der Vogelgrippe, die dann zur millionenfachen Tötung von Hühnern in gewaltigen Ställen führt, die als ‚Keulung‘ verbrämt wird. Die Kraniche sind jedoch – wie andere Wildvögel – die Opfer der Massentierhaltung. „Es steht auf jeden Fall fest, dass sogenannte niedrigpathogene Geflügelpestviren schon lange in Wildvogelpopulationen existieren. Die Mutation zu hochansteckenden Viren wie dem jetzt grassierenden H5N1 geschah dann aber in ostasiatischen Geflügelbetrieben. Von dort aus gelangten die Viren zurück in Wildbestände und über die Handelswege in Geflügelbetriebe weltweit“, so der NABU. Der direkte Eintrag in eine geschlossene Geflügelhaltung- ohne Auslauf im Freien – kann ohnehin nicht durch Wildvögel erfolgen. Die Tötung von Abermillionen Hühnern könnte durch kleinere Betriebseinheiten verhindert werden, doch noch immer regiert die Massentierhaltung. Ergänzende Hinweise finden Sie in meinem Beitrag ‚Schickt Rinder, Schweine und Hühner wieder auf die ‚Weide‘! Die EU-Agrarpolitik muss neu ausgerichtet werden‘. (Bild: Ulsamer)

Damit wären wir beim nächsten ‚Bösewicht‘, der auf vier Pfoten durchs Land schleicht und zunehmend für den Schwund an Amphibien verantwortlich gemacht wird. So vermeldete Thomas Faltin in seinem Beitrag „Mit dem Waschbär-Jäger auf der Pirsch“ in der Stuttgarter Zeitung: „Eine neue Studie der Universität Frankfurt namens Zowiac hat gerade ergeben, dass sich Waschbären zu drei Vierteln von Amphibien ernähren können, deren Arten allesamt in ihrem Erhalt gefährdet sind.“ Ob sich Waschbären zu „drei Vierteln von Amphibien ernähren können“, das kann ich nicht beurteilen, aber eines ist sicher, die Mehrheit der Waschbären wäre längst verhungert, sollten sie auf einen Amphibien-Schmaus warten. Wo hätten sie denn diese Amphibien in entsprechender Zahl finden können, wenn in den zurückliegenden 50 Jahren rd. 75 % aller Kleingewässer in Deutschland verschwunden sind? In unserem kleinen Gärtchen kommen des nächtens hin und wieder Waschbären vorbei und lassen sich das Igel- oder Vogelfutter munden, doch in unserem städtischen Umfeld gibt es weit und breit keinen Tümpel mit Amphibien. Das Problem für die Amphibien ist der Verlust an Lebensraum, und für diesen tragen die Menschen die Verantwortung. Zahllose Tümpel wurden zugeschüttet, Vernässungen im land- und forstwirtschaftlichen Bereich trockengelegt, riesige Flächen werden für Verkehrswege, Wohnen, Gewerbe und Industrie betoniert und asphaltiert, wo sollen da stabile Amphibienpopulationen leben? Mehr dazu in: ‚Von Pfützen, Tümpeln, Weihern und Seen. Die kleinen Paradiese sind bedroht‘. Nochmals kurz zu der aus meiner Sicht fragwürdigen ZOWIAC-Studie. Nachtigall, ik hör dir trapsen, möchte ich ausrufen, denn die ganze Untersuchung scheint mir nur dazu zu dienen, den über 460 000 Jägern in Deutschland ein neues Betätigungsfeld durch den massenhaften Abschuss von Waschbären zu verschaffen: „Eine effektive Umsetzung der Bejagung kann hier nur durch die institutionelle (Forstbehörden) und private Jägerschaft erfolgen. Diese verfügt über die erforderlichen rechtlichen Befugnisse, die fachliche Expertise und das notwendige Netzwerk vor Ort. Viele private Jägerinnen und Jäger engagieren sich bereits aus naturschutzfachlicher Überzeugung im Umgang mit invasiven Arten.“ Für den einen oder anderen Jäger akzeptiere ich den Hinweis auf eine „naturschutzfachliche Überzeugung“, für die Mehrheit nicht, ansonsten würden sie keine Rebhühner, Feldhasen oder Füchse abschießen. Die ZOWIAC-Autoren propagieren ein „Prämienmodell“, gewissermaßen ein Kopfgeld für jeden getöteten Waschbären. Irgendwie erinnert mich das doch an den Wilden Westen.

Im Vordergrund ein Biberdamm aus Ästen und Zweigen. Dahinter eine Wasserfläche. Im Hintergrund abgestorbene Fichten.
Unsere Landschaft ist in den letzten Jahrzehnten verarmt, dies lässt sich kaum leugnen. Hecken und Tümpel sind verschwunden, Feuchtwiesen und Lesesteinhaufen nur selten zu finden. Biber schaffen als Baukünstler mit ihren Dämmen neue Lebensräume für Amphibien, Libellen und Fische – wie auf dem Foto bei Altglashütten im Südschwarzwald. Ergänzende Informationen lesen Sie in ‚Fischotter und Biber auf der Abschussliste. Erfolge des Naturschutzes werden konterkariert‘. (Bild: Ulsamer)

Feuer frei auf Biber und Gänsesäger?

Macht sich der Biber daran, unsere zunehmend eintönige Agrar- und Forstlandschaft zu bereichern, dann dauert es nicht lange, und es erheben sich apokalyptische Stimmen, die vor einstürzenden Bahndämmen und gefluteten Äckern warnen. Nicht die Rückkehr eines emsigen Baumeisters wird bejubelt, sondern jedes Wäldchen und jede Wiese beklagt, die im aufgestauten Wasser untergehen könnte. So mancher Politiker posaunt ins Land, durch die Dämme der Biber würde die Überschwemmungsgefahr zunehmen, obwohl das Gegenteil richtig ist. Auch wenn sich die bayerische Landesregierung aus CSU und Freien Wählern gerne naturbewusst geriert, so wurden allein im Jahr 2023 bayernweit 2 655 Biber geschossen, so der Bund Naturschutz in Bayern. Wer wie der Autor schon die 70 überschritten hat, der erinnert sich noch daran, dass die Rückkehr von Biber und Fischotter von Naturfreunden herbeigesehnt wurde, doch kaum fällt der eine Bäume und der andere vergreift sich an Fischen, dann ist das Geschrei groß, und die Flinten werden aus dem Schrank geholt. Unsere Gesellschaft entfernt sich immer weiter von der Natur, daran ändern auch einzelne Erfolge des Naturschutzes wenig. So musste ich leider einen Artikel mit ‚Fischotter und Biber auf der Abschussliste‘ betiteln, denn die Erfolge des Naturschutzes werden konterkariert.

Zwei Gänsesäger - Entenvögel - sitzen auf Steinen an einer flachen Stelle des Neckars. Kopf und Hals sind dunkelbraun, Rücken und Bach eher hell.
Der Gänsesäger ist trotz seines Namens ein Entenvogel, der an fischreichen Binnengewässern, aber auch an Meeresbuchten brütet. Sein Nest baut der Gänsesäger in Baumhöhlen, Felsspalten oder Häusernischen. An den Schnabelkanten sitzen kleine Zähnchen, die es beim Tauchen erleichtern, einen gefangenen Fisch festzuhalten. Gänsesäger sind in Deutschland selten, nur im Winter erhalten sie von Zugvögeln aus Nordeuropa Verstärkung. In Deutschland leben – so Gerlach 2025 – 1 000 bis 1 200 Brutpaare, davon in Bayern nach Informationen des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz 420 bis 550 Brutpaare. Bei diesen Bestandszahlen ist es um so verwerflicher, dass die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) Gänsesäger für eine scheinwissenschaftliche Untersuchung abschießen lässt. Bei einer solchen Vorgehensweise kann ich nur hoffen, dass sich die CSU-Landtagsfraktion den von mir sehr geschätzten Naturfilmer Jan Haft nicht nur als naturschutzfreundliches Mäntelchen eingeladen hat, sondern sich seine Filme und Bücher zu Herzen nimmt. (Bild: Ulsamer)

Absurde Züge bekommt die Diskussion, wenn den wenigen Gänsesägern in unserem Land die Schuld zugeschoben wird, weil sich die Äschen und andere Süßwasserfische rarmachen. Nicht die Gänsesäger sind das Problem, sondern der schlechte Zustand der Mehrheit der Flüsse und Bäche in Deutschland. „Im Jahr 2021 wurden nur 8 Prozent der deutschen Flüsse und Bäche in einen ‚guten‘ oder ‚sehr guten‘ ökologischen Zustand beziehungsweise ein ‚gutes‘ ökologisches Potenzial eingestuft“, so das Umweltbundesamt. Inzwischen hat sich wenig zum Besseren verändert. Viele Flüsse entwickelten sich zu schiffbaren Kanälen, Bäche mäandern nicht mehr durch die Landschaft, sondern wurden in ein Betonkorsett gezwängt. Querbauwerke wie Schleusen oder Kraftwerke sind unüberwindbare Hindernisse für Fische. Auf diese traurige Situation bin ich in meinem Blog-Beitrag ‚Weniger Beton und mehr Natur für unsere Flüsse und Bäche‘ eingegangen. In Bayern wird nicht nur gerne auf Biber und Fischotter angelegt, sondern selbst Gänsesäger werden geschossen, um festzustellen, ob sie im Magen Reste von Äschen haben. „Gejagt wird von Mitte August bis Ende Februar. Bisher wurden der LfL zufolge an der Mittleren und Oberen Isar, an der Alz, Traun, Leitzach und Iller in diesem Zeitraum 653 Gänsesäger von den örtlichen Jägern geschossen“, so BR24. Bei der LfL – Landesanstalt für Landwirtschaft – läuft das Abschießen von Gänsesägern als ‚wissenschaftliches‘ Projekt. Das erinnert mich daran, dass Japan sich über den Schutz der Wale hinwegsetzt und vorgibt, man verfolge wissenschaftliche Zwecke und nicht die ‚Bereicherung‘ der Speisekarte. „Die Fischer haben ein Problem mit dem Gänsesäger. Denn der Entenvogel frisst vor allem Fische“, so die Süddeutsche Zeitung. Wenn wir einzelne Interessengruppen – wie Fischer und Angler – darüber entscheiden lassen, wer in unseren Gewässern jagen darf, dann können wir auch gleich das Ende des Naturschutzes einläuten! Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) befürchtet – wie ich -, dass ein solches Vorhaben die Tür öffnen könnte für die Bejagung weiterer Vogelarten. „Das Projekt ist völlig aus dem Ruder gelaufen, es hat sich zu einer einzigen Abschussorgie von Gänsesägern entwickelt“, betonte der LBV-Vorsitzende Norbert Schäffer. „Das haben wir nicht länger hinnehmen wollen und können.“ Daher beendete der LBV zurecht seine Mitwirkung in dem geschilderten LfL-Projekt. Dieses Beispiel zeigt erneut, dass vorschnell der einen Tierart der Schwarze Peter zugeschoben wird, wenn es einer anderen Spezies schlecht geht. Damit lässt sich die Verantwortung des Menschen für den Niedergang von Tieren und Pflanzen ganz vortrefflich negieren.

Ein Fuchs in niedrigem Bewuchs vor einem liegenden Baumstamm, über den er klettern wird.
Die Hatz auf Füchse bringt das Gleichgewicht in der Natur durcheinander! Kaum sind die Füchse dezimiert, da jammern die Bauern über eine Mäuseplage und greifen in den Giftschrank. Meist sind die Begründungen für die Jagd auf Füchse abstrus, denn es sollen vorgeblich Rebhühner oder Feldhasen geschützt werden. „Füchse sterben zum Wohl des Feldhasen“, so lautete die Überschrift in der ‚Stuttgarter Zeitung‘: Wenn schon zum großen Halali geblasen werden soll, dann doch bitte nicht mit solch fadenscheinigen Begründungen. In ‚Verdrehte Welt: Zwischen Rotkäppchen und dem gestiefelten Kater‘ bin ich auf die Fake News eingegangen, die zur Verbrämung der Fuchsjagd herhalten müssen. Rebhühner und Feldhasen sind in Deutschland selten geworden, doch dies liegt an der industriellen Landwirtschaft, an teilweise überzogenen Flurbereinigungen, die nicht nur unsinnige Flurstückgrenzen, sondern gleich noch Hecken, Bauminseln oder Felsen beseitigt haben. Und natürlich tragen auch ausufernde Bebauung und Verkehrsachsen zu einer Verarmung der Natur bei. Wie abseitig die vorgeblich hehren Abschussziele sind, dies wird deutlich, wenn nicht nur Füchse, sondern auch Rebhühner oder Feldhasen abgeschossen werden. Ganz pervers ist es, wenn Fasane gezüchtet werden, um sie dann kurz freizulassen und abzuschießen. Mehr dazu in: ‚Fasane: Zum Abschuss gezüchtet und ausgewildert. Sollen Fasane dauerhaft Teil unserer Natur sein?‘ (Bild: Ulsamer)

Intensive Landwirtschaft ist der Tod der Rebhühner

Wer auf Kormorane, Fischotter, Biber oder gar die Gänsesäger anlegt, der zögert gewiss nicht bei Fuchs und Wolf. Beim Fuchs knallen die Büchsen ganz legal, beim Wolf geschieht so manche Tötung im Verborgenen. Dem Fuchs legen die Schießfreudigen zur Last, er sei schuld am Verschwinden der Rebhühner. Deren Zahl ist seit 1980 um über 90 % zurückgegangen, doch das liegt gewiss nicht am Fuchs, sondern an der Intensivierung der Landwirtschaft, die kaum noch ein ruhiges Plätzchen für die Rebhühner übriggelassen hat. Ganz besonders pervers ist es, wenn zum ‚Schutz‘ der Rebhühner zur Jagd auf die Füchse geblasen wird, und dennoch Rebhühner abgeschossen werden. So vermeldet der Deutsche Jagdverband für das Jagdjahr 2023/24 nicht nur     441 970 geschossene Füchse, sondern auch 1 335 erlegte Rebhühner. Warum werden denn Rebhühner geschossen, wenn sie doch vorgeblich geschützt werden sollen? Einigen Jägern scheint es nur ums Jagen zu gehen, egal was vor die Flinte läuft.

Braune Ackerfläche bis zum Horizont. Keine Hecke, keine Steinmauer. Blauer Himmel und einige weiße Wolken.
Wo sollen hier Rebhühner überleben? Nicht der Fuchs ist der Tod der Rebhühner, sondern die intensive Landwirtschaft mit Insektiziden, Herbiziden, Gülleflut und großräumigen Monokulturen. Hecken, Sträucher oder Bauminseln und Lesesteinriegel sind den Flurbereinigungen zum Opfer gefallen. Es ist kein Wunder, dass Insekten und Vögel bzw. Rebhühner und Feldhasen ihre Heimat verloren haben. Feldhasen werden auf den deutschen ‚Roten Listen‘ als ‚gefährdet‘ geführt und gleichzeitig dürfen sie weiter geschossen werden! Für das Jagdjahr 2023/24 nennt der Deutsche Jagdverband in seiner Statistik 256 280 getötete Feldhasen. Das ist ein Skandal! Weitere Hinweise finden Sie in ‚Feldhasen im Visier. Rote-Liste-Status nutzt nichts bei Verlust des Lebensraums‘. (Bild: Ulsamer)

Das ‚Rote Listen Zentrum‘ beschreibt den Lebensraum der Rebhühner sehr treffend: „Als ursprüngliche Bewohner kontinentaler Steppengebiete bevorzugen Rebhühner in West- und Mitteleuropa kleinflächig gegliederte Feld- und Ackerlandschaften mit eingestreuten Hecken, Gebüschen und Staudenfluren. Doch diese Ideallandschaften gibt es kaum noch, sie sind den Produktionsflächen der Agrarindustrie gewichen. Kein Wunder also, dass sich Rebhühner buchstäblich vom Acker gemacht haben…“ Hecken und Gebüsch sind in weiten Regionen Deutschlands – nicht selten als Folge von Flurbereinigungen – zu einem Fremdwort geworden, und es fehlen Insekten und andere wirbellose Tiere, die die Rebhühner am Boden aufpicken könnten. In Maisäckern bis zum Horizont, wo Insektizide und Herbizide – wie Glyphosat – regieren, da verhungern die wenigen Küken der Rebhühner, die noch ausgebrütet werden. Nicht der Fuchs ist der Todfeind der Rebhühner, sondern die intensive Landwirtschaft. Auf diese katastrophale Entwicklung bin ich in meinem Artikel ‚Vögel: hungrig, durstig, wohnungslos. Die industrielle Landwirtschaft befeuert den Vogelschwund‘ eingegangen.

Helle Schafe grasen auf einer Wiesenfläche, im Hintergrund herbstliche Sträucher und Bäume.
Es ist schon erstaunlich, wie viele Politiker sich für die Weidetierhaltung engagieren, allerdings nur, wenn sie mit diesem Thema gegen den Wolf hetzen können. Ganz anders sieht es aus, wenn es darum geht, die Weidewirtschaft finanziell besserzustellen. Dies ließ sich an einer fast unendlichen Geschichte, der Weidetierprämie, erkennen. Dieses traurige Kapitel der deutschen Politik habe ich in ‚Bundestag: Ein Schlag ins Gesicht der Weidetierhalter. Auf den Wolf schimpfen und bei der Weidetierprämie knausern‘ angesprochen. Viele Schafhalter überleben wirtschaftlich nur, wenn sie Gelder für die Landschaftspflege, den Naturschutz usw. erhalten, denn mit Wolle und Fleisch lässt sich kein Lebensunterhalt bestreiten. Die EU-Agrarförderung müsste deutlich stärker auf die Weidehaltung von Rindern, Schafen, Schweinen oder Hühnern ausgerichtet werden, anstatt monotone Maisfelder zu subventionieren. Und so trifft mein Beitrag ‚Bundesrat: Wolfs-Hysterie soll von wichtigeren Themen ablenken. Weidetierhalter brauchen Herdenschutzhunde statt Polit-Palaver‘ weiter zu, denn die immer wieder aufflammende Wolfs-Hysterie soll nur von wichtigeren Themen ablenken. (Bild: Ulsamer)

Nicht der Wolf zerstört die Weidewirtschaft!

Zu den größten Fake News gehört das Märchen, dass eine blühende Weidewirtschaft durch das Auftauchen von Wölfen bedroht sei, ja auf schleichenden Pfoten brächte Isegrim den Niedergang der Weidetierhaltung mit sich. Besonders eifrig wird diese Mär von jenen Politikern und Verbandsvertretern erzählt, die sich vorher nicht für eine Besserstellung der Weidetierhaltung eingesetzt haben. In der Folge möchte ich an meinen Beitrag erinnern: ‚Bundestag: Ein Schlag ins Gesicht der Weidetierhalter. Auf den Wolf schimpfen und bei der Weidetierprämie knausern‘. Es ist viel leichter, den Wolf zum Untier zu stilisieren, das Weidetiere reißt und deren Halter in den Ruin treibt, anstatt rechtzeitig für auskömmliche Preise für Fleisch oder Wolle von Weidetieren zu sorgen oder deren Haltung finanziell zu fördern.

Ein Wolf mit relativ hellem Fell zwischen grünen Blättern.
Wolfshasser mögen so oft wie möglich das Gerücht verbreiten, die wenigen Wölfe in Deutschland würden am liebsten ‚Nutztiere‘ verspeisen, das Gegenteil ist richtig! Das Senckenberg-Forschungsinstitut in Görlitz analysierte zehn Jahre lang Kotproben von Wölfen aus der sächsisch-brandenburgischen Lausitz. Über 2 000 Proben wurden auf unverdaute Hinterlassenschaften wie Haare, Knochen, Hufe oder Zähne der Beutetiere hin untersucht. Das Ergebnis war eindeutig: Wilde Huftiere stellten mehr als 96 Prozent der Beutetiere. Dabei dominieren Rehe (52,2 Prozent), gefolgt von Rothirsch (24,7 Prozent) und Wildschweinen (16,3 Prozent). Einen geringen Anteil machen Hasen mit knapp drei Prozent aus. Nutztiere hingegen, wie zum Beispiel Schafe, stehen nur sehr selten auf der Speisekarte. Weniger als ein Prozent macht ihr Anteil aus. Ähnliche Ergebnisse ergab eine bundesweite Auswertung: „Die Analyse von über 8 000 Kotproben zeigt, dass sich die Wölfe in Deutschland ganz überwiegend – 94 % der gefressenen Biomasse – von wildlebenden Huftieren ernähren: vor allem von Rehen und Wildschweinen, aber auch von Rot- und Damhirschen. Alle weiteren Nahrungsbestandteile – und eben auch Haustiere – spielen eine untergeordnete Rolle“, so das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz. Nur in 1,6 % der Losung fanden sich Reste von ‚Nutztieren‘. Gerade Schafe oder Ziegen, aber auch andere ‚Nutztiere‘ müssen geschützt werden, dann vergreift sich der Wolf auch nicht an diesen. Weitere Informationen finden Sie in meinem Blog-Beitrag: ‚Problemwölfe! Wer ist hier das Problem? Weidetiere und Wölfe gehören zu unserer Landschaft‘. (Bild: Ulsamer)

Nicht der Wolf ruiniert die Weidetierhaltung, sondern eine Agrarförderung, die auf gewaltige monotone Flächen setzt und eine Politik, die sich an der Massentierhaltung in Ställen orientiert! Die ‚EU-Agrarförderung bleibt eine grünlackierte Geldverteilmaschine‘, so der Titel meines Beitrags, als deren Folge familiengeführte Betriebe und die Artenvielfalt sterben. Die auf Weiden in Deutschland gehaltenen Rinder oder Schafe gingen bereits lange vor der Rückkehr des Wolfs zurück. In Gebieten mit Wölfen werden aus Steuergeldern Maßnahmen wie höhere Zäune oder Herdenschutzhunde gefördert, doch die Weidetierhalter sind dann gefordert, den Schutz auch vorzunehmen. Ganz nebenbei kann ich die Tränen nicht immer verstehen, wenn Bauern über gerissene ‚Nutztiere‘ berichten, denn sie hätten sie ansonsten dem Metzger überlassen und vermutlich nicht mediengerecht geweint. Politisch betrachtet war es natürlich ein Fauxpas, dass ein Wolf das ungeschützte 30 Jahre alte Pony Dolly von Ursula von der Leyen gerissen hat, denn die EU setzte prompt – angeführt von Kommissionspräsidentin von der Leyen – den Schutzstandard des Wolfs herab. Für mich ist es mehr als irritierend, dass die ganz große Koalition der Wolfsjäger von den Grünen über die Sozialdemokraten und die Linke bis zu den Liberalen und der Union reicht und selbstredend Freie Wähler in Bayern und die AfD gegen die Wölfe hetzen. Meine Anmerkungen hierzu finden Sie in meinem Beitrag ‚Kunterbunte Jagdgesellschaft bläst zur Wolfshatz. Die ganz große Koalition legt auf die Wölfe an‘.

Ein Fischotter ist oberhalb einer Wasserfläche an Land zu sehen.
Der Fischotter wurde von der Deutschen Wildtierstiftung 2021 zum Tier des Jahres gewählt, doch leider hat sich das Bewusstsein, dass der Fischotter als Rückkehrer in unsere Landschaft Schutz verdient, nicht verstärkt. Eher ist das Gegenteil richtig, und dies gilt leider wieder für Bayern, wo Fischotter auf der Abschussliste stehen. Naturnahe Bäche, Flüsse und Seen müssen erhalten und durch Renaturierung die Qualität weiterer Gewässer verbessert werden. Das hilft nicht nur dem Fischotter oder Biber, sondern bei zunehmenden Dürreperioden auch uns Menschen. Wenn heute Fischzüchter Politiker und Bürokraten in Deutschland und Österreich darauf drängen, den Schutzstatus auszuhöhlen, um Fischotter töten zu können, dann müssen wir gemeinsam diesen Zeitgenossen in den Arm fallen. Wir sollten dankbar sein, wenn sich in den Resten der Natur wieder mehr Wildtiere ansiedeln, die bis zu ihrer Ausrottung hier lebten. Mehr dazu in: ‚Tier des Jahres 2021: Fischotter brauchen Lebensräume und Schutz! Wildtiere haben ein Lebensrecht in unserer Natur‘. (Bild: Ulsamer)

Wildtiere brauchen höheren Stellenwert

Wer auf Kormorane und Waschbären anlegen möchte, der verbrämt dieses gerne mit dem Etikett Naturschutz, doch er löst in Wahrheit kein Problem. Der Rückgang der Felchen ist eine Folge des sauberen Wassers im Bodensee und nicht des Kormorans, und wer Waschbären als zentrale Ursache für den Rückgang der Amphibienpopulationen erkannt haben möchte, der macht sich zum Handlanger derer, die weiter Tümpel zuschütten wollen, um Platz für eine noch intensivere Land- und Forstwirtschaft oder Neubaugebiete zu schaffen! Füchsen und Wölfen ergeht es in weiten Teilen der medialen und politischen Welt nicht besser, denn sie werden fälschlicherweise als Sargnagel für die Rebhühner oder die Weidewirtschaft verunglimpft, obwohl ganz andere die Probleme verursachen, indem sie eine intensive Landwirtschaft auf monotonen Flächen subventionieren bzw. die Schutzmaßnahmen gegen Wölfe unzureichend umsetzen. Es wird Politikern, Bürokraten und Medien zu leicht gemacht, den Schwarzen Peter immer wieder einzelnen Tierarten zuzustecken, wenn eine andere Spezies auszusterben droht. So soll es in Deutschland rd. 1 000 Brutpaare des Gänsesägers geben, daher ist es absurd, ihnen das Verschwinden der Äschen anzulasten. Keine Fake News scheint manchen Entscheidungsträgern zu abwegig zu sein, um mal wieder Wildtiere abschießen zu lassen. Biber und Fischotter gehören zu unserer Natur und dürfen nicht zum Spielball in politischen Hinterstübchen oder Ministerien werden!

Mehrere Graugänse vor dem Landtag in Stuttgart. Ein gelbes Schild nennt den Ort. Große Scheiben auf drei Stockwerken dominieren das Gebäude.
Leider können Wildgänse nicht selbst in den Parlamenten vorsprechen, daher müssen wir uns für deren Rechte einsetzen! Der Bestand an Graugänsen hat sich nach einem dramatischen Absturz wieder etwas erholt: Mitte der 1970er Jahre lebten nur noch rd. 20 000 Graugänse in ganz Europa, jetzt sind es bis zu 250 000. Graugänse gelten zwar nicht als gefährdet, doch ihr natürlicher Lebensraum an Seen und Flüssen mit schützender Ufervegetation oder in Feuchtgebieten schwindet, daher zieht es sie verstärkt in Parkanlagen. Prompt kommen lautstarke Klagen, wenn Besucher in ihre Hinterlassenschaften, die grünen Würstchen, treten. Dies trifft noch mehr zu, wenn Nilgänse auf einer Freibadwiese lagern. Jäger legen gerne auf Wildgänse an, so haben sie im Jagdjahr 2023/24 laut Deutschem Jagdverband 148 851 Wildgänse abgeschossen. Spezifische Daten zu den einzelnen Gänsearten liegen nicht vor. Ganz ‚nebenbei‘ mussten dazuhin knapp 218 346 Wildenten dran glauben! Mehr zum Schutz der Wildgänse finden Sie in meinem Beitrag ‚Der Lebensraum von Wildgänsen schwindet. Wenn Gänsewürstchen zum Politikum werden‘. (Bild: Ulsamer)

Etliche Zeitgenossen scheinen nur dann zufrieden zu sein, wenn die Büchsen knallen und die Fallen zuschnappen! Und es ist ja so bequem, das eigene Nichtstun z. B. für die Weidewirtschaft, zu vertuschen, indem man den Wolf zum Störenfried erklärt, der abgeschossen werden müsse. Eine ungute Melange aus Naturferne, Freude am Abschuss von Wildtieren und Konzeptionslosigkeit wird zur Gefahr für Wildtiere. Es hat schon diabolische Züge, wenn Wildtieren der Schwarze Peter zugeschoben wird, obwohl nicht diese andere Arten ausrotten, sondern der Mensch mit der Zerstörung ihres Lebensraums die Schuld trägt. Die Natur braucht wieder einen höheren Stellenwert, in erster Linie meine ich damit die Wildtiere. Sie sind elementarer Bestandteil der Natur, auf die wir als Menschen angewiesen sind. In vielen Fällen scheint der Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer leider noch immer recht zu haben: “Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.”

 

Ein Graureiher steht auf Grasboden an einem Bach, der leichte Wellen zeigt.
Der Graureiher macht seinem zweiten Namen Fischreiher Ehre und frisst Fische. So weit, so gut oder auch schlecht für Teichbesitzer. Im Regelfall warten Graureiher jedoch nicht an gewerblichen Fischteichen, sondern an naturnahen Bächen oder Weihern – sofern noch vorhanden – geduldig auf einen Fisch. Daher habe ich kein Verständnis dafür, dass nach Angaben des Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) in Bayern im Jahr 2023 rd. 7 000 Graureiher abgeschossen wurden. So viele bedrohte Fischteiche kann es doch bei lediglich 2 200 Brutpaaren gar nicht geben. Gäbe es mehr mäandrierende Bäche, Weiher, kleine Seen und Tümpel oder Feuchtgebiete, dann würden Graureiher dort auf Nahrungssuche gehen. Gerne verweise ich hier auf meinen Beitrag ‚Bäche, Feuchtgebiete und Wiesen gehen für Vögel verloren. Der Lebensraum vieler Vogelarten schwindet weiter‘. Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass wir hin und wieder Forellen von einem nahegelegenen Fischereibetrieb kaufen, der zwar auch Verluste durch Graureiher erleidet, dies jedoch im Sinne der Natur hinnimmt. (Bild: Ulsamer)

 

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Ein Kormoran im Wasser. Ihn umgeben leichte Wellen. Der Vogel ist schwaz-grün, das Gefieder gänzt leicht metallisch. Der Schnabel ist hell.Da Kormorane am Bodensee auch mal ein Felchen verspeisen, stehen sie auf der Abschussliste. Angler und Fischer sehen in den Kormoranen Konkurrenten, doch wo kommen wir hin, wenn einzelne Interessengruppen über den Naturschutz bestimmen? Je sauberer am Bodensee das Wasser wurde, desto weniger Felchen gab es, und so fordern Fischer allen Ernstes, es müsse dem Bodensee, der ein wichtiges Trinkwasserreservoir ist, wieder mehr Phosphat zugesetzt werden. Der Umweltschutz würde rückabgewickelt! Politische und mediale Attacken auf Wildtiere gehören immer häufiger zum schlechten Stil. Aber nicht nur große Beutegreifer wie Wolf oder Luchs treffen auf Ablehnung, sondern auch Füchse, Kormorane, Fischreiher oder Kolkraben. Ein großer Teil unserer Gesellschaft scheint es verlernt zu haben, mit der Natur in Einklang zu leben! Mehr zu dieser traurigen Entwicklung lesen Sie in meinem Artikel ‚Lebensrecht für Wildtiere in der Natur. Nur hinter Gittern eine Zukunft?‘ (Bild: Ulsamer)

 

 

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