Moore und Gewässer brauchen nachhaltigen Schutz

Dem Klimawandel auch im ‚Kleinen‘ entgegenwirken

In meinem Blog habe ich mich bereits mehrfach mit der Bedeutung von Mooren beschäftigt, die nicht nur CO2 binden, sondern genauso wichtig sind für den Wasserhaushalt. Aber auch Kleingewässern wie Bächen, Tümpeln und Teichen oder Seen und Flüssen müssen wir mehr Aufmerksamkeit widmen, wenn Menschen und Tiere in Dürrezeiten nicht auf dem Trockenen sitzen wollen. Der Ursee im Schwarzwald ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich Schutzmaßnahmen lohnen. Die eigentliche Wasserfläche des heutigen Ursees liegt umgeben von Moorflächen und Wiesen in einem einst von einem Gletscher ausgeräumten Tal. Inzwischen bemüht sich auch ein Biber um die Vergrößerung der Wasserflächen, die im Laufe der Jahrzehnte stark geschrumpft sind. Am Urseetal lässt sich deutlich erkennen, dass eine frühe Unterschutzstellung das schlimmste verhindern kann. Über das große Thema Klimaschutz, das uns alle angeht, dürfen wir die kleinen Verbesserungsmöglichkeiten vor der Haustüre nicht vergessen.

Blick auf den Ursee bei Lenzkirch. Das Wasser des Sees leuchtet blau, die kleineren Tümpel sind zugefroren und weiß. Das umliegende Moorgelände ist bräunlich, da die Aufnahme im Winter entstand.
Bei Lenzkirch im Schwarzwald überlebte das Urseetal zum Glück einen Müllplatz und eine Kiesgrube, und das 1940 ausgewiesene Naturschutzgebiet, das 1992 erweitert wurde, sichert heute den Erhalt wichtiger Lebensräume und trägt zur Artenvielfalt bei. Die Wasserflächen des Ursees, der Urseebach und Moorflächen bilden ein echtes Kleinod. (Bild: Ulsamer)

Naturschutz – eine zentrale Aufgabe

In den 1920er Jahren gab es Überlegungen, im Urseetal künstlich einen See aufzustauen, um so die touristische Attraktivität der Gemeinde Lenzkirch zu erhöhen. Die zuständige badische Verwaltung in Karlsruhe befürwortete das Vorhaben, das jedoch bereits damals von Wissenschaftlern kritisch gesehen wurde. Die Weltwirtschaftskrise verhinderte die Ausführung des Projekts, und die Stimmen mehrten sich, die auf die Schutzbedürftigkeit des Ursees und der Moorflächen hinwiesen. So wurde 1940 ein Teil des Geländes unter Schutz gestellt. 1992 erfolgte eine Ausdehnung des Naturschutzgebiets bis fast zur Wohnbebauung. Heute umfasst das Schutzgebiet über 30 Hektar. Überstanden hat das Urseetal somit nicht nur den Betrieb einer Kiesgrube, sondern auch die Nutzung als Müllplatz. Die Wiesen werden landwirtschaftlich genutzt, und dies ist wichtig, um die Flächen vor Verbuschung oder Bewaldung zu bewahren. Wichtig wäre nach meiner Meinung eine extensive Beweidung, allerdings werden die Rinder meist in Laufställen gehalten. So sichert die Mahd zwar die Freiflächen, doch dafür werden die Wiesen mehrfach ‚schlagartig‘ mit Gülle gedüngt.

Bläulich schimmernder kleiner Tmpel umgeben von bräunlichen Moorflanzen.
Moore – ob klein oder groß – speichern in unserer Welt mehr CO2 als alle Wälder. (Bild: Ulsamer)

Moore speichern klimaschädliche Gase

Mag der Ursee im Laufe der Jahrtausende auch geschrumpft sein, so ist es dennoch wichtig, solche Seen, Bäche, Überflutungsflächen, Moore oder Feuchtwiesen zu erhalten. Heiße und trockene Sommer nehmen ebenso zu wie Starkregenereignisse: Wenig erfreuliche Entwicklungen, die uns immer häufiger plagen werden. Natürlich kommt daher allen Bemühungen große Bedeutung zu, die den Klimawandel antreibenden Emissionen zu bremsen. In diesem Zusammenhang ist der Erhalt der schwindenden Moorflächen überaus bedeutsam. Moore binden nicht nur das klimaschädliche CO2, sondern sie speichern auch unglaubliche Mengen an Wasser, und eine große Vielfalt an Pflanzen und Tieren finden dort eine Heimat. Trotz dieser Vorteile der Moore verschwinden sie noch immer, beispielsweise als Torfbriketts in irischen Kaminen und Öfen, landen auf Flächen für den Gemüseanbau oder in deutschen Gärten. Wir sollten uns jedoch nicht entmutigen lassen: Der Naturschutz braucht Priorität!

Birken wachsen auf einer Moorfläche.
Das Moor in Hinterzarten wurde im Rahmen eines NABU-Projekts renaturiert: Über 350 hölzerne Sperren verschließen nun die aus den 1920er Jahren stammenden Entwässerungskanäle. (Bild: Ulsamer)

Moore bedecken zwar nur noch drei Prozent der Landfläche auf unserem Globus, aber „sie speichern ein Drittel der erdgebundenen Kohlenstoffvorräte“, so der NABU. Alle Wälder zusammen bringen es im Übrigen nur auf die Hälfte dieses Volumens! Auch vor diesem Hintergrund ist es wichtig, unsere Wälder durch Waldumbau auf den sich verstärkenden Klimawandel vorzubereiten, und weitere Flächen mit Mischwald aufzuforsten. Noch besser ist es selbstredend, wenn sich durch Naturverjüngung die natürliche Waldgesellschaft von selbst bildet. Wenn Moore abgebaut werden, dann entweicht der gebundene Kohlenstoff beim Verbrennen in die Atmosphäre, doch bereits bei der vorhergehenden Entwässerung droht Gefahr: „72 Prozent der globalen Lachgasemissionen stammen aus entwässerten Mooren. Das bestätigt das Wissenschaftler-Team um Professor Ülo Mander von der Universität Tartu in Estland in der Zeitschrift ‚Nature‘. Die Lachgasemissionen aus degradierten Mooren wurden in ihrer Bedeutung für den Klimawandel lange unterschätzt“.

Gestochener Torf wird schräg aufgeschichtet. Eine große braune Fläche wird abgebaut.
Torf soll noch bis 2027 in der Republik Irland zur Stromgewinnung verfeuert werden und wird großflächig abgebaut. Nach Angaben des zuständigen halbstaatlichen Unternehmens Bord na Móna lag der Höhepunkt des Torfabbaus im Jahr 2013, inzwischen sei ein Rückgang um 70 % erfolgt. (Bild: Ulsamer)

In Irland wird weiter Torf verstromt

Und weiter führt der NABU aus: „Neben Kohlenstoff speichern Moore auch erhebliche Mengen an Stickstoff, werden sie entwässert, setzen sie das Distickstoffmonoxid, Lachgas, frei. Ein Grund zur Sorge, denn das Treibhausgaspotenzial von Lachgas ist 298-fach höher als das von Kohlendioxid.“ Wenn wir solche Zahlen lesen, dann müsste doch alles getan werden, um die noch vorhandenen intakten Moore zu schützen und geschädigte Flächen – wo immer möglich – zu renaturieren.

Wenn man weiß, dass ein Moor in guten Jahren gerade mal einen Millimeter in die Höhe wächst, dann wird auch klar, wie schnell ein in Tausenden von Jahren entstandenes Moor zerstört werden kann. Und dies für Torf, der im Garten oder im Elektrizitätswerk landet! In der Republik Irland wird in den Kraftwerken Edenderry, West Offaly und Lough Ree noch immer Strom aus Torf gewonnen, während der irische Premierminister Leo Varadkar gegen den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro wegen der riesigen Feuer im Amazonasgebiet zu Felde zieht. Diese Kritik teile ich mit ganzem Herzen, aber Varadkar wäre glaubwürdiger, wenn er im eigenen Land die Verstromung von Torf längst beendet hätte!

Aufgeschichtete mit dem Spaten ausgestochene Torfstücke.
Torf gehört weder in die Gartenerde noch in den Ofen! Moorschutz ist Natur- und Menschenschutz. (Bild: Ulsamer)

Wie Gärtner Moore zerstören

Auch so mancher Hobby- oder Berufsgärtner muss sich darüber im klaren sein, was er mit der Nutzung von torfhaltiger Gartenerde anrichtet: „Allerdings hat dieser Torf einen hohen Preis für die Umwelt, denn sein Abbau zerstört die jahrhundert- bis jahrtausendalten Moore und mit ihm den Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Auch fürs Klima ist der Torfabbau schlecht: Durch die Entwässerung der Feuchtgebiete entweicht CO2, außerdem entfällt ein wertvoller Speicher für das Treibhausgas“, so das Umweltbundesamt. Völlig zurecht fordert das Umweltbundesamt daher dazu auf, Gartenerde ohne Torf zu verwenden.

Doch viele Gartenbaubetriebe in Deutschland und in ganz Europa setzen auf Torf: auch die Gurken aus Spanien oder die Tomaten aus Holland geraten früh in Kontakt mit Torf aus den baltischen Staaten! Zwar dürfen weder in Deutschland noch in anderen EU-Staaten weitere Moore entwässert werden, der Schutz gilt aber nicht für bereits trockengelegte Moore. So sind neue Abbaulizenzen ein rares Gut für die Torfindustrie geworden, doch die riesigen Bagger und Fräsen laufen weiter, denn es finden sich noch genügend entwässerte Gebiete. Nur wenige PolitikerInnen scheinen den Gedanken in die Tat umsetzen zu wollen, dass auch geschädigte Moore in vielen Fällen renaturiert werden könnten.

Kleiner Tümpel, in der Wasserfläche spiegeln sich Bäume. Grünes Gras und braune abstorbene Pflanzen. Leichter Eisansatz.
Dem einen oder anderen verlandeten Tümpel verhelfen engagierte Naturschützer wieder zu neuem ‚Leben‘. (Bild: Ulsamer)

Um jeden Tümpel und Bach kämpfen

Der Sommer 2018 war nicht nur in Deutschland extrem heiß und viel zu trocken, und die Regenmengen in 2019 reichten nicht aus, um den Boden überall wieder zu durchfeuchten und die Grundwasserbestände aufzufüllen. Nicht selten kann der Regen – besonders in Monokulturen – kaum noch in den verdichteten Boden eindringen, weil auch die Regenwürmer, die zuständig für Durchlüftungskanäle und Auflockerung des Bodens sind, bereits schlapp gemacht haben. Dies lässt für das laufende Jahr Befürchtungen laut werden, es könnte erneut an Niederschlägen mangeln und die geringe Feuchtigkeit im Boden könnte zu weiterer Verdichtung führen. Dies würde nicht nur die Landwirtschaft erneut in Bedrängnis bringen, auch Wildtiere, Vögel und Insekten haben zunehmend in Dürrezeiten Schwierigkeiten, eine noch so kleine Wasserstelle zu finden. Ein Szenario, das nicht in Afrika, sondern in manchen deutschen und anderen europäischen Regionen mit ausgeräumter Landschaft Wirklichkeit werden wird.

Blick durch einige Bäume auf die Moränen des Ursee-Gletschers. Sichtbar ist eine Art Damm aus Gestein, der heute vom Urseebach durchbrochen ist.
Einst reichten die Gletscher aus den Höhen des Schwarzwalds bis fast zum heutigen Lenzkirch. Und ihr landschaftsbildendes Wirken lässt sich noch immer an den zurückgelassenen Moränen erkennen. (Bild Ulsamer)

Es macht sich bemerkbar, dass über Jahrzehnte Tümpel in land- und forstwirtschaftlichen Flächen als störende Einsprengsel zugeschüttet oder in den Städten überbaut wurden. Bäche und Flüsse wurden begradigt und ihrer Überflutungsflächen oder Auwälder beraubt, um Platz für menschliche Siedlungen zu schaffen. Selbst bei starken Regenfällen bleibt wenig für die Natur, denn das Niederschlagswasser fließt sehr schnell – gegebenenfalls mit heftigen Überschwemmungen – ab, und schon naht die nächste Dürreperiode. Daher muss alles Menschenmögliche getan werden, auch noch so überschaubare Wasserflächen zu erhalten.

Farbig gestaltete Informationstafel im Vordergrund, dahinter das Urseetal.
Gut aufbereitete Informationstafeln vermitteln einen Überblick über den Ursee in der Nähe des baden-württembergischen Lenzkirch im Südschwarzwald und seine umgebenden Moorflächen. Anschauliche Erläuterungen wecken auch das Bewusstsein für die Bedeutung des Naturschutzes. (Bild: Ulsamer)

Moore und Gewässer renaturieren

Das Urseetal ist ein anschauliches Beispiel, da dort verschiedene Bäche zusammenfließen und der eigentliche Ursee von Moorflächen umgeben ist. Der bereits erwähnte Biber ist gerade dabei, menschliche Fehler möglichst zu revidieren. Wenn man ihn nur lässt! Vor Jahren wurde der Urseebach vertieft, um einen Wanderweg anlegen zu können und Überschwemmungen einzudämmen, doch als Folge fällt er in Dürrezeiten immer wieder trocken. Mit seinen Dämmen kann der vierbeinige Baumeister dazu beitragen, Wasser aufzustauen, das dann nach und nach wieder abfließen und so für ein ausgeglicheneres Niveau des Bachwassers sorgen kann.

Einstige Moorflächen, die nur trockengelegt aber nicht abgebaut wurden, bieten gute Chancen für Renaturierung. Ganz folgerichtig hat der NABU den Schutz und die Renaturierung von Mooren in Baden-Württemberg vorangetrieben. Im Südschwarzwald wurde das Hinterzartener Moor und das ‚Bodenmöser‘ im Kreis Ravensburg zwischen Argenbühl und Isny einbezogen. Durch den Einbau von Sperren wurden die in der Vergangenheit gegrabenen Entwässerungskanäle verschlossen, um so dem Moor wieder das Wasser zu erhalten, das es für den Wiederaufbau braucht. Bei diesem Projekt geht es um die Sicherung der Lebensgrundlage von Pflanzen und Tieren, die in Moorgebieten leben. Diese NABU-Aktivitäten belegen, dass angegriffene Moore wieder zu echtem Leben erweckt werden können. Zum Erfolg hat auch beigetragen, dass das Hinterzartener Moor nicht wie geplant in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für medizinische Zwecke abgebaut wurde, sondern lediglich Entwässerungskanäle gezogen worden waren.

Kleiner See, der blau schimmert, iumgeben von grünen Abhängen inr den Bergen.
Trinkwasser wird in Zeiten des Klimawandels zur Kostbarkeit – auch in Europa. Heiße und trockene Sommer werden uns Menschen, aber auch Tieren und Pflanzen zu schaffen machen. Der See am Mount Eagle im irischen Kerry hatte bisher auch in besonders trockenen Sommern genügend Nass für die Versorgung von Tier und Mensch, da ein oberhalb gelegenes Moor das Regenwasser gespeichert hatte. (Bild: Ulsamer)

Moore wirken wie ein lebendiger Schwamm

Nochmals zurück nach Irland: Der See am Mount Eagle in der Nähe des irischen Ventry, und nur etwa 10 Kilometer vom Touristen-Hotspot Dingle gelegen, ist ein wichtiger Wasserspeicher. Und selbst im besonders trockenen Jahr 2018, wo andere irische Gemeinden mit Trinkwasser aus dem Tanklastwagen versorgt werden mussten, hielt das Mount Eagle Lough durch. Das ist dem in einem höher gelegenen Hochmoor gespeicherten Regenwasser zu verdanken, das nach und nach in den See sickert, und der Versorgung von Menschen und Tieren mit Trinkwasser dient. Solche Prozesse belegen im Kleinen die Bedeutung von Mooren weit über den Biotop- und Artenschutz hinaus. Dennoch wird auch am Mount Eagle für die private Nutzung noch immer Torf abgebaut, das dann im Kamin landet. Wie schnell trockengelegte Moore zu einer Gefahr werden können, haben große Brände in Russland in den vergangenen Jahren gezeigt.

Moore bestehen aus bis zu 95 % aus Wasser, daher verglich sie bereits der Naturforscher Alexander von Humboldt mit gewaltigen Schwämmen. Und wie ein Schwamm können die Moore das Wasser wieder abgeben und tragen damit zum Wasserhaushalt in der jeweiligen Landschaft bei. Moore können bei starkem Regen bis zu einem Meter aufschwimmen und gewaltige Wassermassen binden. Kleine Tümpel und Weiher können da zwar nicht mithalten, doch sie dienen gerade Wildtieren als lebensrettende Wasserspeicher.

Kleiner Bach, der über größere Steine fließt. Umgeben von grünen Pflanzen.
Jeder Bach oder Tümpel, jede Feuchtwiese oder Moorfläche benötigt ebenso Schutz wie große Flüsse oder Seen. Dieser Bach fließt in den Gosausee im österreichischen Salzkammergut. Trinkwasser ist längst ein kostbares Gut – auch in Europa. (Bild: Ulsamer)

Schutz von Mooren und Gewässern dient allen

Wären die Moore durch die industrielle Landwirtschaft, Forstplantagen und den Straßen- und Siedlungsbau nicht so geschrumpft worden, könnten sie deutlich mehr zur Vermeidung von Überschwemmungen und zur Überbrückung von Dürrezeiten beitragen. Und sie könnten auch mehr klimaschädliches CO2 speichern. Kleingewässer, Flüsse und Seen wurden in ihrer Bedeutung unterschätzt und nur allzu oft in ein enges Korsett gezwungen. Wir müssen sorgsam mit den verbliebenen Mooren und natürlichen Gewässern umgehen und sollten diese – wo immer möglich – wieder renaturieren. Gerade im Angesicht des Klimawandels müssen alle Möglichkeiten genutzt werden, um einen möglichst ausgeglichenen Wasserhaushalt zu gewährleisten – und ganz nebenbei stärken wir so die Artenvielfalt. Auch Regionen, die über große Seen als Wasserspeicher verfügen, sollten sich nicht in falscher Sicherheit wiegen: Dabei denke ich z. B. an den Bodensee, denn wenn es wenig Schnee in den Alpen gibt und die Gletscher zusammengeschrumpelt sind, gibt es im Sommer natürlich keinen Zufluss aus Schmelzwasser mehr.

Blick über den Gosausee, der von hohen Bergen umgeben ist, auf den Dachstein mit Gletscher.
Wenn man über den Gosausee blickt, dann sieht man den Dachstein. Hier das trinkbare Wasser und dort Schneereste und der Gletscher als Wasserspeicher. Wenn schneearme Winter und steigende Temperaturen auch die letzten Gletscher in den Alpen ‚verzehren‘, dann können an heißen Sommertagen weder Schnee noch Eis abschmelzen und zur Wasserversorgung beitragen. (Bild: Ulsamer)

Wenn wir in Dürreperioden nicht auf dem Trockenen sitzen wollen, müssen wir unsere Moore noch besser schützen und möglichst viele Flächen renaturieren. Grund- und Oberflächenwasser darf nicht länger verunreinigt werden – sei es durch Nitrat oder Mikroplastik. Das Urseetal oder das renaturierte Moor in Hinterzarten sind beredte Beispiele dafür, dass der Schutz der Natur möglich ist, wenn der Mensch es wirklich will! Zwar hat dort nicht das Paradies Einzug gehalten, daher gibt es immer noch Verbesserungsmöglichkeiten – wie in vielen Regionen in Deutschland, Europa und der Welt. Wir sollten sie nutzen!

 

Eine vom Biber gefällte Birke. Umgeben von einer Moorfläche.
Ein Biber ist am Urseebach dabei, frühere menschliche Eingriffe wieder zu beheben, die manche Bachbereiche im Sommer trockenfallen ließen. Der Biber kann mit seinen Dämmen zu einem ausgeglichenen Wasserhaushalt beitragen. (Bild: Ulsamer)

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