Epidemie der Einsamkeit: Stille Nacht, einsame Nacht

Dilettantische Corona-Politik ruiniert das Weihnachtsfest!

Die Corona-Pandemie ‚beschert‘ vielen Menschen ein völlig anderes Weihnachtsfest. Die Restriktionen, die uns die Politik in Deutschland und anderen Staaten viel zu spät auferlegt hat, treffen nicht nur das Beisammensein von Christen, sondern auch vieler anderer Bürger, die Weihnachten als Bestandteil unserer Kultur erleben, ohne dabei an den Stall in Bethlehem zu denken. Als Politiker meinten, die Seuche aus dem chinesischen Wuhan würde die Menschen zusammenführen, da kamen mir nicht nur als Soziologe tiefe Zweifel. Ja, in Krisen stehen Menschen zusammen, aber nur wenn sie gemeinsam anpacken und nicht zum Abstandhalten genötigt werden. Das gilt bei der Bekämpfung einer drohenden Überflutung, wenn eilig gemeinsam Sandsäcke gefüllt und zu einem Damm gestapelt werden. Derzeit allerdings fallen zahllose Mitbürger aus ihren sozialen Bezügen, ihre wirtschaftliche Existenz ist bedroht, die Zukunft ist unsicherer als für die Nachkriegsgenerationen gewohnt, und nicht nur Bewohner von Alten- und Pflegeheimen vereinsamen in dramatischer Weise.

Weihnachtsbaum mit brennenden Kerzen und Glaskugeln.
Wer als Elternpaar drei Kinder mit Familien hat, der kann sich nicht unter dem Weihnachtsbaum versammeln. Und da reden Politiker, die die rechtzeitige Eindämmung der Corona-Pandemie verpennt haben, davon, diese Krise würde Familien, Nachbarn und Freunde, ja die Gesellschaft wieder zusammenführen. Da kann ich nicht nur als Soziologe bitter lachen! Und nicht wenige Politiker hatten den Winter-Lockdown damit gerechtfertigt, dass wir dann ein halbwegs normales Weihnachtsfest erleben könnten. Sie wären gut beraten gewesen, keine nicht haltbaren Versprechungen als Lockmittel für die Bürger zu machen.  (Bild: Ulsamer)

Menschliche Wärme kommt zu kurz

Über diese Entwicklung kann auch die Tatsache nicht hinwegtäuschen, dass während des jetzigen Lockdowns zumindest Besuche in Alten- und Pflegeheimen oder Krankenhäusern möglich geblieben sind – im Gegensatz zur ersten unsozialen Schließungsphase. Aber eine Stunde Besuch nach Voranmeldung, Test und mit Maske und ohne jede Umarmung ersetzt nicht das gewohnte Miteinander. Menschliche Wärme und Zuwendung löst sich langsam aber sicher in der Infektionsbrühe auf, und so mancher pflegebedürftige Mitbürger erkennt hinter Masken und Schutzbekleidung die gewohnten Bezugspersonen kaum noch. Und statt gemeinsamer Familienbesuche muss vorab geklärt werden, wer wen zu welchem Zeitpunkt nach entsprechender Testung sehen darf. Hand in Hand lassen sich Krisen besser meistern, vielleicht auch mit gemeinsamem Singen oder Beten. Genau dieses fehlt zahlreichen Menschen. Der jüngst verstorbene Chorleiter Gotthilf Fischer sprach es deutlich aus: „In der Politik gibt’s ein Durcheinander, im Singen ein Miteinander.“ Das Chaos in der politischen Entscheidungsfindung hat dafür gesorgt, dass das Singen am Weihnachtsfest 2020 zumeist ausfällt.

Die Politiker in Bund und Land, die die wissenschaftlichen Warnungen aus dem Jahr 2013 in den Wind geschlagen hatten, tragen heute eine Mitverantwortung für die von Covid-19 getroffenen Kranken und Toten, für das unermessliche Leid. Doch selbst die zweite Corona-Welle überraschte Politiker wie die Ministerpräsidenten Kretschmann, Kretschmer oder Laschet nach eigenem Bekunden. Den Sommer über wurde nicht an einer durchgängigen Strategie gearbeitet, die dann Schritt für Schritt umgesetzt worden wäre. Zu einer solchen scheinen Jens Spahn & Co. leider nicht in der Lage zu sein! Manchen politischen Entscheidern ist selbst nach fast einem Jahr Corona nicht aufgefallen, dass sie bei der Schließung von Schulen oder der Quarantäne-Vorgabe Kinder und Jugendliche in die Einsamkeit entlassen, denn nicht überall haben die Eltern die Zeit, die Energie oder die Empathie, um sich befriedigend um die Kinder zu kümmern. Wer bereits vor Corona ohne Frühstück in Schule, Kindergarten oder Kita kam, dem knurrt noch immer der Magen und es fehlt eine Mahlzeit in der jeweiligen Einrichtung. Nicht nur bei diesem erschreckenden Aspekt des sozialen Zerfalls fehlt mir bei den meisten Politikerinnen und Politikern das Hineinfühlen in Mitmenschen, denen es schlechter geht.

Zwei Affen mit rotem Gesicht und eng aneinander geschmiegten Köpfen.
Manchmal haben es selbst Tiere besser: Wenn jeder Händedruck, jede Umarmung in Corona-Zeiten zur Gefahr wird, dann führt das zu noch mehr Kälte in unserer Gesellschaft, daran kann auch das wohlfeile Gerede mancher Politiker nichts ändern, die davon faseln, diese Pandemie würde Menschen, Gesellschaften und Staaten zusammenführen. Unsinn wird selbst dadurch nicht richtig, wenn er medial in der Endlosschleife läuft! (Bild: Ulsamer)

Vereinsamung nimmt zu

Obdachlose trifft die Schließung sozialer Einrichtungen, in denen sie sich aufwärmen, austauschen oder mal duschen können. Eine Einladung zu einer gemeinsamen Weihnachtsfeier ist nicht möglich. Die Vesperkirchen, die nicht nur ein warmes Mittagessen, sondern auch Gesprächsmöglichkeiten bieten, sind ebenso den Corona-Restriktionen zum Opfer gefallen. Selbst Bürger in gefestigten Strukturen erleben über diese Feiertage die Einsamkeit besonders deutlich, was vor allem für Singles gilt, die nicht im gewohnten Kreis feiern können. Und wer drei erwachsene Kinder mit Familien hat, der stellt fest, dass die von der Politik vorgegebene Teilnehmerzahl für Weihnachten nicht für ein gemeinsames Fest reicht.

Mich verwundert schon die Nonchalance mancher Entscheidungsträger in Regierungen und Parlamenten, die ernsthaft glauben, sie würden unsere Gesellschaft gut durch die Seuchenwellen steuern. Zuerst Warnungen negieren, dann beständig ohne Strategie dilettieren und die Ratlosigkeit auch noch durch Geschäftigkeit überdecken, das ist für mich zu viel des Schlechten! Die Profi-Fußballer dürfen kicken, sich nach jedem Tor in die Arme fallen, doch Kinder und Jugendliche dürfen keinen Sportplatz betreten! Natürlich weiß ich, dass die Berufsballtreter getestet werden, aber was geben sie für ein Vorbild ab? Und wer wie Gladbachs Marcus Thuram am 19. Dezember den Hoffenheimer Stefan Posch aus wenigen Zentimetern Abstand direkt ins Gesicht spuckt, der sollte mal ein Jahr lang den Rasen mähen und die Fußballstiefel an den Haken hängen müssen! Dies gilt im Übrigen nicht nur in Corona-Monaten. Von einer Vorbildfunktion gerade auch für den Nachwuchs scheinen nicht nur manche Kicker noch nie etwas gehört zu haben.

Titelseite der Fraunhofer-Publikation und der Bundestagsdrucksache, die beide im Text erwähnt werden.
Das Robert-Koch-Institut entwickelte 2012 als oberste Behörde für den Seuchenschutz in Deutschland ein eindrückliches Szenario, das sich wie ein ‚Drehbuch‘ zur heutigen Corona-Pandemie liest, aber leider hat wohl niemand die Bundestagsdrucksache 17/12051 gelesen. 2013 ging diese Untersuchung mit dem Titel „Pandemie durch Virus Modi-SARS“ an alle Bundestagsmitglieder, doch sinnvolle Reaktionen blieben aus. Und so erwischte uns Covid-19 unvorbereitet! Die Fraunhofer-Gesellschaft zählt zu den führenden Forschungsorganisationen für anwendungsorientierte Forschung in Europa, daher hätte die Studie „Pandemische Influenza in Deutschland 2020 – Szenarien und Handlungsoptionen“ – ebenfalls aus dem Jahre 2013 – mehr Beachtung verdient gehabt. Ziel war es, Deutschland besser auf weltweite Seuchen vorzubereiten. Sachkundige Mahnungen wurden von den politischen Entscheidungsträgern überhört – eine sträfliche Unterlassung! (Bild: Collage, Screenshots, fraunhofer.de, bundestag.de)

Restriktionen: Zu spät und unkoordiniert!

Genauso frage mich, warum der UNO-Generalsekretär António Guterres in persona im Bundestag sprechen muss und dazu mit Gefolge anreist, wenn wir doch alle zuhause bleiben sollen. Der Anlass war der 75. Geburtstag der Vereinten Nationen – ohne Zweifel ein wichtiges politisches Datum. Allerdings sind die Bundesrepublik Deutschland und die DDR erst 1973 aufgenommen worden: da komme ich auf 47 Jahre. Die lobenden Worte des UN-Generalsekretärs haben Angela Merkel sicherlich gut gefallen, doch sie hätte besser spätestens ab 2013 unser Land auf eine Pandemie vorbereitet, denn da lag ihr das Szenario der obersten deutschen Seuchenbehörde vor. Das Robert-Koch-Institut veröffentlichte damals ein Szenario, das mit dem Titel „Pandemie durch Virus Modi-SARS“ als Bundestagsdrucksache 17/12051 allen Abgeordneten zuging. Neben ihr hätten es auch unser heutiger Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Jens Spahn oder der Besserwisser der Nation, Karl Lauterbach, lesen und die richtigen Schlüsse ziehen sollen. Das Haus würde dann nicht im Vollbrand stehen, sondern wir hätten mit richtiger Strategie und Schutzausrüstung das kleine Feuer im Frühjahr löschen können.

Ein Europa der offenen Grenzen ist für mich ein Privileg, das nicht selbstverständlich ist, doch wenn die Staaten nicht im Gleichklang gegen die Corona-Pandemie vorgehen, dann wird der freie Grenzübertritt zum Seuchenbeschleuniger. Während wir überlegen, ob wir mal unsere Kinder und Enkelkinder sehen können, besuchen Schweizer ungebremst grenznahe Bereiche im Schwarzwald, obwohl die Infektionsraten der Eidgenossen in Europa mit an der Spitze stehen. Deutsche Gäste aus dem Kreis Lörrach dinierten noch in schweizerischen Restaurants bis diese endlich geschlossen wurden, und Kaufwillige stürmten aus „Langeweile“ – wie sie auch noch öffentlich im Radio betonten! – französische Einkaufszentren im Elsass, als auf unserer Seite des Rheins einem ‚Shopping-Erlebnis‘ bereits der Riegel vorgeschoben worden war. Da taucht eine noch aggressivere Mutation des Coronavirus in England auf, und die Niederlande und Belgien untersagen weitere Flüge, doch die Bundesregierung palavert, telefoniert mit dem Corona infizierten Emmanuel Macron, braucht mal wieder länger als andere, um zu handeln. Und kann mir ein vernünftiger Mensch erklären, warum es Flüge zwischen der Türkei und Deutschland gibt, wenn die Corona-Maßnahmen nicht abgestimmt sind? Wer glaubt denn ernsthaft, dass sich Rückkehrer flugs in Quarantäne begeben? Aus eigener Anschauung in der Nachbarschaft kann ich nur lachen! Oder besser weinen – über die Blauäugigkeit unserer Entscheider. So wird dies nichts, liebe Politiker, offene Grenzen machen in Pandemien nur Sinn, wenn auf allen Seiten die gleichen Vorkehrungen getroffen werden. Darauf weisen auch namhafte Wissenschaftler in der medizinischen Fachpublikation ‚Lancet‘ hin:  Von einem wirklich koordinierten Vorgehen sind wir in Europa meilenweit entfernt, doch dies ist kein Wunder, wenn an der Spitze der EU-Kommission Ursula von der Leyen steht, die als deutsche Verteidigungsministerin noch nicht einmal für ausreichend warme Winterunterwäsche für die Soldatinnen und Soldaten sorgen konnte.  Die Unvernunft mancher Zeitgenossen ist groß, und wenn die Landesregierungen gemeinsam mit der Bundesregierung keinen Riegel vorschieben, dann steht auch 2021 unter der Corona-Bedrohung: Wer nur auf den Impfstoff setzt, der vergibt Chancen, menschliches Leid jetzt zu verhindern!

Gruppe von Personen, darunter auch Kinder gehen durch eine Allee alter Bäume im Wald.
Größere Familien mit mehreren erwachsenen Kindern und deren Familien können immer seltener gemeinsam etwas unternehmen, selbst unter dem Weihnachtsbaum können sie sich nicht versammeln. (Bild: Ulsamer)

Keine Strategie – inkonsequentes Handeln

Die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie kommen regelmäßig zu spät und müssen ständig nachgebessert werden. Von Krisenkommunikation scheinen die Herrschaften in den Regierungszentralen und ihre Mitarbeiter noch nie etwas gehört zu haben. Und so schlittern wir von einer Restriktion in die andere, denn die Infektionszahlen steigen, und die Katastrophenpolitiker schauen zu. Weihnachten hätten wir wie gewohnt feiern können, vielleicht etwas nachdenklicher, weniger konsumorientiert oder schrill, wenn über die Sommerzeit mit niedrigen Fallzahlen entsprechende Vorkehrungen getroffen worden wären, doch Fehlanzeige. So sitzen jetzt noch mehr Menschen alleine unterm Tannenbaum oder blasen die letzte Kerze aus und blicken aus ihrem Fenster auf eine immer einsamer werdende Welt. Die Epidemie der Einsamkeit droht zu einer Gefahr zu werden, die uns nach Corona nicht verlassen wird! Die Daseinsvorsorge kommt in unserem Land seit Jahren zu kurz, und dies nicht nur bei der Vorbereitung auf Pandemien wie Corona oder die Tierseuche Afrikanische Schweinepest, sondern auch beim Erhalt der Infrastruktur oder dem Ausbau leistungsfähiger Datennetze, wovon die nach Hause geschickten Schüler und ihre Lehrer ein trauriges Lied singen können.

Es spendet einsamen Menschen wenig Trost, wenn sie von medial präsenten Pfarrern über die Lebensverhältnisse in früheren Zeiten ‚aufgeklärt‘ oder an die Geburt von Jesus Christus in einem wenig einladenden Stall erinnert werden. Wir leben nun mal heute und nicht vor 2 000 Jahren oder im Mittelalter. Es geht nicht nur um die Frage, wie man Weihnachten nach Ansicht mancher Meinungsführer zu gestalten hat, sondern um den freien Willen von uns Menschen. Ja, ohne Restriktionen geht es diese Weihnachten nicht, das ist klar, aber die Frage muss schon erlaubt sein, warum wir überhaupt in eine solche Lage geraten sind. China selbst, welches diese tödliche Seuche in die Welt entließ, hat durch schnelle Gegenreaktionen die Ausbreitung begrenzt und kehrte alsbald in den ‚Normalmodus‘ zurück, doch wer möchte schon mit einem Leben unter der Fuchtel der kommunistischen Partei tauschen? Ich sicherlich nicht. Aber auch Taiwan und Südkorea haben als demokratisch regierte Gesellschaften gezeigt, dass schnelle und umfassende Abwehrmaßnahmen bei der Eindämmung von Covid-19-Infektionen helfen! “Ein kleines Feuer kann man schnell löschen, einen Flächenbrand dagegen nur sehr schwer”, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann, und damit hätte er Recht gehabt, wenn er dies beim Auftauchen des Virus erkannt und entsprechend gehandelt hätte, doch seine neue Einsicht sprach er erst am 14. Dezember aus. Reichlich spät setzt sich bei manchen Politikern die Einsicht durch, dass sie leider durch inkonsequentes Handeln einen Vollbrand des gesellschaftlichen Hauses, einen Flächenbrand, der unser ganzes Land erfasst hat, zugelassen haben. Es fehlt selbst nach einem Jahr Corona eine klare Strategie, die auch konsequent umgesetzt wird.

Eine Person sitzt auf einer Bank. Weiter unten Weinberge, dann Industrielandschaft.
Nicht nur Ältere fühlen sich in unserer Gesellschaft immer mehr an den Rand gedrängt, sondern die Epidemie der Einsamkeit hat auch Kinder und Jugendliche, ja alle Altersgruppen ergriffen. Davon ‚erzählen‘ die zunehmenden Anrufe bei der Telefonseelsorge und anderen Hilfseinrichtungen. (Bild: Ulsamer)

Epidemie der Einsamkeit

Es wäre falsch, das zunehmende Gefühl der Einsamkeit bei vielen Mitbürgern nur der Corona-Pandemie zuzuschieben, denn der Zerfall sozialer Strukturen und die damit verbundene Vereinzelung lässt sich seit Jahren erkennen. Doch Covid-19 führt eben uns Menschen nicht zusammen, sondern trägt mit Abstandsregeln und der Beschränkung von Gruppen- und Familientreffen zur Erosion des Zusammenhalts bei. Die Depressionen nehmen deutlich zu. Die Gesellschaft wird auch bei Corona eher zerrissen denn zusammengeführt. Und damit meine ich nicht einzelne Aluhutträger oder Verschwörungstheoretiker, sondern das Auseinanderdriften großer Bevölkerungsgruppen.

Wer Kindern und Jugendlichen über Monate gemeinsamen Sport, das Treffen mit Gleichaltrigen im Freundeskreis oder in Jugendeinrichtungen, Schulen oder Kitas nimmt, der sollte sich nicht wundern, wenn sich gerade auch die nachwachsenden Generationen abgehängt und an den Rand gedrängt fühlen. Es geht nicht nur um die alten Mitbürger in Pflegeeinrichtungen, sondern um alle Menschen, die die Gemeinsamkeit mit geliebten oder befreundeten Personen vermissen. Die Anrufe bei der Telefonseelsorge haben deutlich zugenommen!

Die Corona-Pandemie ist ein weiterer Beleg dafür, dass nur beherztes und frühes Eingreifen eine Seuche begrenzen kann, vielleicht sogar die Chance bietet, das Virus-Feuer ganz zu löschen. Diese Phase wurde zumindest in Deutschland und in weiten Teilen der Welt verpasst. In Europa fällt ganz besonders auf, dass die Strukturen und Entscheider in den einzelnen Staaten, aber auch in der Europäischen Union, nicht in der Lage waren, schnelles und konsequentes Handeln zu ermöglichen. So manche Entwicklung erinnert an den Niedergang des Römischen Reiches, das den Herausforderungen der damaligen Zeit nicht mehr gerecht werden konnte.

Die Corona-Pandemie verstärkt die Epidemie der Einsamkeit, und die politischen Entscheidungsträger in Bund und Land machen zunehmend einen hilflosen Eindruck. Katastrophen und gesellschaftliche Verwerfungen lassen sich so nicht meistern! Wenn dieses Weihnachten „Stille Nacht, Heilige Nacht“ nicht aus vielen Stimmen erklingt, dann ist das vor allem die Folge einer trostlosen Politik. Die „Heilige Nacht“ wird so für viele Mitmenschen zu einer einsamen Nacht.

Eine Antwort auf „Epidemie der Einsamkeit: Stille Nacht, einsame Nacht“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.