Plastikflaschen raus aus Flüssen, Seen und Meeren!

Plastikmüll bedroht immer mehr Tiere – und uns Menschen

Bei mancher Wanderung an einem Strand oder im Binnenland stolpern wir immer wieder über die Hinterlassenschaften unserer Mitmenschen: zerknautschte Kunststoffflaschen, Fetzen von Fischernetzen, leere Bierdosen und volle Hundekotbeutel. Die Aufreihung ließe sich nach belieben verlängern, denn man glaubt ja gar nicht, was Umweltsünder alles der Natur aufbürden. Zwar entdecken wir kaum Trinkhalme und Wattestäbchen am Strand, an denen die Europäische Union (EU) ihre Plastikstrategie ansetzte, dennoch ist es zu begrüßen, dass sich in der EU die entscheidenden Gremien Parlament, Rat und Kommission einig sind und zu einer deutlichen Reduzierung des Plastikmülls beitragen wollen. Wir sollten uns auch nicht irritieren lassen, wenn uns manche Oberlehrer erklären, der meiste Plastikmüll gerate über asiatische Flüsse in die Ozeane. Das mag schon sein, aber wir alle sind gefordert: Jede Plastikflasche in einem Bach oder im Meer ist eine zu viel!

Sandstrand, völlig übersät mit leeren Flaschen und anderem Müll. Dahinter grüner Bewuchs.
Ein europaweites Pfandsystem für Getränkedosen und Plastikflaschen würde mit Sicherheit die Zahl der Hinterlassenschaften an den Stränden und im Meer reduzieren. Im Bild ein erschreckendes Beispiel aus Italien. (Bild: Ulsamer)

Anderer Leute Dreck aufsammeln

An irischen Stränden – und nicht nur dort – sammeln wir gerne Muschelschalen, doch gewissermaßen als ‚Beifang‘ füllen wir unseren Rucksack auch mit leeren Kunststoffflaschen, dahinrostenden Bierdosen und vor allem mit heimtückischen Netzresten. Wenn sich ein Seevogel in einem solchen extrem haltbaren Überbleibsel eines Fischernetzes verfängt, dann ist er meist verloren. Als wir uns mal wieder fleißig nach eben solchen Netzstücken bückten, wurden wir angesprochen: Ein freundlicher Ire meinte, wir seien sicherlich Deutsche, da wir uns um den Müll kümmern. Zur Ehrenrettung unserer irischen Nachbarn möchte ich allerdings anmerken, dass auch viele von ihnen inzwischen die Bedeutung des Natur- und Umweltschutzes erkannt haben. Unser Gesprächspartner lobte die Sauberkeit in Deutschland, doch sein mehrjähriger Arbeitsaufenthalt auf dem Kontinent lag schon einige Jahre zurück. So hatte er zum Glück noch nicht gesehen, in welch bedrückender Weise inzwischen die Straßenränder und manche städtischen Parks und Wohnquartiere in deutschen Landen zugemüllt werden.

Zwar bücken wir uns auch weiterhin und sammeln den Müll von Mitmenschen ein, allerdings bin ich der Überzeugung, dass Müllvergehen aller Art drastischer bestraft werden müssen und so mancher Umweltfrevler gehört an den Pranger gestellt. Zumindest sollten Personen, die erwischt werden, über Sozialstunden zum Einsammeln von Müll gezwungen werden. Gemeinschaften und Gesellschaften können auf Dauer nur friedlich und nachhaltig leben, wenn nicht die einen beständig den Müll der anderen aufklauben müssen. Zwar scheint der Wille vieler BürgerInnen ungebrochen, sich an ‚Putzeten‘ zu beteiligen, aber dauerhaft muss der Druck auf die Müllsünder erhöht werden!

Grüne und blaue Plastikteile und Netzfetzen.
Selbst kleinste Netzteile mit ihren engen und nicht zerreißbaren Maschen gefährden gerade auch Vögel an den Stränden. Wer sich in einem solchen Fetzen mit seinen Flügeln oder Schwimmfüßen verheddert, der ist verloren. (Bild: Ulsamer)

Plastikteile im Magen

Fast unglaublich ist es, was in unseren Bächen und Flüssen an Plastikerzeugnissen unterwegs ist. Dies sticht an Schleusen besonders ins Auge oder auch nach einem Hochwasser, wo plötzlich Folienfetzen weit oben in den Büschen am Ufer hängen. An Staustufen kann das grobe Treibgut abgefischt werden, doch kleine Kunststoffreste oder gar Mikroplastik finden ungebremst ihren Weg ins Meer. Und dort landen Plastikteile dann in den Mägen von Seevögeln, Robben oder Fischen. So berichtet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland: „93 Prozent der Eissturmvögel (Fulmarus gracilis) in der Nordsee hatten laut einer OSPAR-Studie verschluckten Meeresmüll in ihren Mägen, im Durchschnitt waren es 27 Partikel pro Vogel mit einem Gewichtsanteil von etwa 0,3 Prozent.“ Manche Meeresbewohner haben jedoch bereits so viele Plastikteile im Magen, dass sie sich nicht mehr ernähren können und an Hunger sterben.

Längst hat der Plastikmüll den ganzen Globus erreicht. Fischtrawler, die Krill in ihre Netze bekommen wollen, oder Kreuzfahrtschiffe dringen in die antarktischen Meeresbereiche vor – und Mikroplastik-Fasern sind ebenfalls bereits dort angekommen. Der Plastikmüll ist eine weltweite Gefahr, doch es fehlt in vielen Regionen unserer Erde noch am notwendigen Bewusstsein, um energisch gegen diese Bedrohung vorzugehen.

Fischtrawler. Es wird mit einem bordeigenen Kran ein Fangnetz hochgehoben.
10 % des Plastikmülls kommen durch die Fischerei ins Meer: Maßgeblich tragen dazu riesige Netze bei, aber ich kenne kaum einen Strand, an dem nicht auch die eine oder andere bunte Plastik-Fischkiste gestrandet ist. (Bild: Ulsamer)

Geisternetze sind eine tödliche Gefahr

Kunststoffe haben den Nachteil, dass sie sich in der Natur nicht zersetzen und gefahrlos auflösen, sondern sie zerfallen in immer kleinere Teile und gelangen so in den Verdauungstrakt der Tiere und letztendlich auch in uns Menschen als letzten in der Nahrungskette. Laut NABU zersetzt sich, „eine Plastiktüte in 25 Jahren, eine Plastikflasche in 450 Jahren, ein Fischernetz in bis zu 600 Jahren.“ Doch nicht nur die Langlebigkeit von Plastik wird zur Gefahr: „Delfine und Fische verfangen sich in alten Netzen, Tauwerk oder Folien und ersticken jämmerlich. Bis zu einer Million Seevögel sterben Jahr für Jahr. Wie auch Meeresschildkröten verwechseln sie Tütenfetzen oder Spielzeug mit ihrer natürlichen Nahrung. Sie verhungern mit vollem Magen oder sterben an inneren Verletzungen.“

Rund 10 Prozent der Plastikabfälle, die ins Meer gelangen, haben ihren Ursprung in der Fischerei. Dazu tragen kilometerlange Fischernetze bei, die wegen Beschädigungen illegal ins Meer versenkt werden oder sich bei Stürmen losreißen. „In einer Studie der Welternährungsorganisation ist von 25.000 Netzen die Rede, die allein in den europäischen Meeren jährlich auf diese Weise verloren gehen“, so Greenpeace. Solche riesigen Netzgeflechte – Geisternetzen gleich – verselbständigen sich und treiben durch die Ozeane. Nicht nur sie sind tödliche Gefahren für Meerestiere, sondern auch ihre Zerfallsprodukte. Eigentlich müssten nach den EU-Fischereiregelungen verlorene Netze gemeldet und geborgen werden. Doch hier fehlt es bisher an durchgängigen Aktivitäten.

Große und kleine Plastikteile auf einem Steinstrand. Dahinter öffnet sich eine Bucht.
Generell wird an irischen Stränden mehr Müll gesammelt als früher, doch das Meer bringt auch reichlich Nachschub – wie hier in Kerry an einem Strand bei Kinaird. (Bild: Ulsamer)

Ein Plastik-Strom ergießt sich ins Meer

Wenn im Jahr 2014 rd. 26 Mio. Tonnen Kunststoffabfälle alleine in der EU angefallen sind, und davon nur 30 % recycelt wurden, ist dies ein Armutszeugnis. Und wenn in der Europäischen Union jährlich 200 000 bis 500 000 Tonnen Kunststoffe in die Meere gelangen, dann muss selbstverständlich gehandelt werden. Schnell! Aber die Politik hechelt nicht nur hier hinter dieser Entwicklung her, sondern auch beim Thema Mikroplastik: Erschreckende 75 000 bis 300 000 Tonnen Mikroplastik gelangen pro Jahr in die EU-Umwelt. Im globalen Maßstab liegt Europa zumindest beim Plastikmüll nicht an der Spitze: Weltweit landen rd. 5 bis 13 Mio. Tonnen Kunststoffe jedes Jahr im Meer. China nimmt hier über den Jangtsekiang einen fragwürdigen Spitzenplatz ein. Die Forscher des Helmholtz Zentrums für Umweltforschung (UFZ) „haben zudem berechnet, dass die zehn Flusssysteme mit der höchsten Plastikfracht (acht davon in Asien, zwei in Afrika) – in denen zum Teil hunderte Millionen Menschen leben – für rund 90 Prozent des globalen Plastikeintrags ins Meer verantwortlich sind.“ Dies heißt selbstredend nicht, dass wir uns zufrieden zurücklehnen könnten, ganz im Gegenteil! Jedes Plastikteil, das nicht im Meer oder in Flüssen landet, trägt zu einer besseren Umwelt bei. Und natürlich ist das beste Einmal-Plastikteil das, das erst gar nicht hergestellt wurde.

„Von den jährlich 78 Millionen Tonnen der weltweit gebrauchten Plastikverpackungen gelangen 32 Prozent unkontrolliert in die Umwelt, wie zum Beispiel in die Meere“, so der WWF. „Zudem gelangen auch Mikroplastikpartikel in Gewässer und die Ozeane. Im Meer sind gerade diese kleinen Partikel ein großes Problem, da sie von den Meerestieren mit Nahrung, zum Beispiel Plankton, verwechselt werden. So konnten in Muscheln, die Planktonfiltrierer sind, diese kleinen Plastikpartikel nachgewiesen werden.“

Leere Bier und andere Getränkedosen am Strand.
Dosen und Flaschen für Getränke müssen in allen EU-Staaten in ein Pfandsystem einbezogen werden. Dies würde zumindest die Belastung in der Natur reduzieren. (Bild: Ulsamer)

Pfandsysteme einführen

Die Kunststoffstrategie der EU, die auf Recycling, Ersatzstoffe und Kreislaufwirtschaft setzt, hat durchaus ihre Bedeutung, doch jede Vermeidungsstrategie wird erfolglos bleiben, wenn nicht auch finanzielle Anreize gesetzt werden, die deutlich unterstreichen, dass z.B. leere Plastikflaschen und Dosen nicht in die Natur gehören. Dabei denke ich an die europaweite Ausdehnung und die Erhöhung des Flaschenpfands. Natürlich bin ich mir bewusst, dass es immer Personen geben wird, die Flaschen und Büchsen in die Natur werfen, obwohl sie mit einem Pfand belegt sind. Bei dieser Gruppe hartnäckiger Umweltsünder helfen vermutlich nur drakonische Strafen. Doch bei entsprechendem Pfand ist es für Sammler vielleicht sogar einträglich, die Flaschen und Dosen einzusammeln.

In der EU-Plastikstrategie werden Pfandsysteme allerdings nur in relativ allgemeiner Weise erwähnt. Nicht alle Mitgliedsstaaten werden vermutlich die politische Kraft aufbringen, ein Pfandsystem durchzusetzen. Die irische Regierung konnte noch nicht einmal Gebühren für Leitungswasser durchsetzen, da würde ich gerne erleben, welcher Streit über ein Pfandsystem ausbricht. Aber man soll die Hoffnung ja nie aufgeben! Der schlechte Zustand mancher Wasserversorgungssysteme führt auch dazu, dass man zögerlicher als in Deutschland zum Leitungswasser greift und doch wieder mit Plastikflaschen vom Einkauf zurückkehrt. Mineral- oder Quellwasser in Glas- oder Mehrwegflaschen ist z.B. in Irland nahezu unbekannt.

Lila Beutel mit Hundekot am Sandstrand. Eine Neblkrähe steht daneben.
Da fragt sich wohl auch die Nebelkrähe, welcher hirnlose Hundebesitzer auf die ‚glorreiche‘ Idee gekommen ist, den Kot seines Vierbeiners in einer Plastiktüte einzusammeln und dann den Beutel total sinnfrei am Strand abzulegen. Gleiches können wir in Wald und Flur, aber auch in den Städten bestaunen: Da wäre es echt besser, das Häufchen ohne Hülle dem Verfall zu überlassen. (Bild: Ulsamer)

Strategien müssen umgesetzt werden

„Mit der vorliegenden Strategie wird die Grundlage für eine neue Kunststoffwirtschaft geschaffen, in der bei der Gestaltung und Herstellung von Kunststoffen und Kunststoffprodukten den Erfordernissen in Bezug auf Wiederverwendung, Reparatur und Recycling in vollem Umfang Rechnung getragen wird und nachhaltigere Materialien entwickelt und gefördert werden.“ Gut gebrüllt, Löwe, kann ich da nur ausrufen, aber jetzt braucht es konkrete Umsetzungsschritte für die Plastikstrategie, an die sich auch alle halten, ansonsten ruft die EU mal wieder nur ein müdes Gähnen hervor. Und nicht nur ich sehe das Problem der konkreten weiteren Schritte, so betont Maria Krautzberger, die Präsidentin des deutschen Umweltbundesamtes: „Das Ziel der EU-Kommission, dass bis zum Jahr 2030 weniger Kunststoffe in der Umwelt landen, ist zu begrüßen – ob es auch Realität wird, hängt aber sehr stark von der praktischen Umsetzung der Plastikstrategie ab. Und hier fehlen leider an vielen Stellen griffige Vorschläge.“ Natürlich kann am Start einer neuen Strategie nicht schon alles bis ins Detail ausdifferenziert sein, doch wer die EU-Prozesse kennt, der weiß, dass in den weiteren Diskussionen selten mehr Gehalt hineingepackt wird, sondern durch fadenscheinige ‚Kompromisse‘ auch der letzte brauchbare Kern dahinschmilzt.

Ein Fischnetz hat sich am Strand abgelagert. Es besteht aus weißen engen Plastikmaschen.
Kilometerlange Fischernetze landen in großen und kleinen Teilen an den Küsten – und gefährden auf ihrem Weg, aber auch an den Stränden, die Meerestiere und Vögel. (Bild: Ulsamer)

Die EU hat sich bei den Diskussionen um Einmal-Plastikartikel viel zu lange medial mit Trinkhalmen und Wattestäbchen verbinden lassen. Mögen Trinkhalme – die einstmaligen Strohhalme – demnächst größtenteils aus Papier hergestellt werden, Wattestäbchen aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen und die Verschlusskappen aus Kunststoff mit der Flasche verbunden sein, die Frage bleibt, ob es dann in unseren Flüssen und Meeren, aber auch in Wald und Flur wirklich sauberer wird? Wir brauchen europaweit ergänzende Aktivitäten – wie beschrieben: Vom Flaschenpfand über ein Entgelt für Einwegverpackungen und Strafen für Umweltsünder bis zum Einsatz von Ersatzstoffen und Recycling.

Aber auch die deutsche Politik darf nicht an ihren Reden, sondern nur an den Auswirkungen für Natur und Umwelt gemessen werden. „Ich habe kein Verständnis dafür, wenn Gurken in Folien eingeschweißt, Obst und Gemüse in Kunststoffschalen abgepackt, immer mehr Wurst und Käse in Verpackungen vorportioniert und Mehrwegflaschen in den Regalen nicht zu finden sind“, betont Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „So geht es vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern. Dabei gibt es reichlich Alternativen: wiederverwendbare Verpackungen für Käse und Wurst, Mehrwegnetze für Obst und Gemüse, Mehrwegflaschen, Nachfüllbeutel für Spül- und Waschmittel.“ Bei gutem Willen auf allen Seiten lässt sich die Plastikflut mit Sicherheit eindämmen.

'Weniger wäre Meer', so der Titel einer Grafik. Diese enthält den Hinweis, dass eine Windel 450 Jahre im Meer erhalten bleibt.
Kunststofferzeugnisse überdauern Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte im Meer – und bleiben eine tödliche Gefahr. (Bild: Screenshot, bundesregierung.de, 4.3.19)

Gemeinsam für die Natur kämpfen

Innerhalb der EU müssen schnelle und sachgerechte Schritte zu mehr Natur- und Umweltschutz führen, aber wir müssen auch andere Weltregionen bei der Reduzierung des Plastikmülls in Flüssen, Seen und Meeren unterstützen. Für schlichtweg unerträglich halte ich es, wenn der Spitzenplatz beim Plastik-Eintrag vom Jangtsekiang eingenommen wird: Wer wie China die Welt mit Elektronikgeräten, Plastikprodukten und Bekleidung überschwemmen kann, der sollte selbstredend in der Lage sein, seine Flüsse sauber zu halten.

„Mit neuen Vorschriften über Hafenauffangeinrichtungen werden Meeresabfälle aus Quellen auf See bekämpft. Maßnahmen sollen sicherstellen, dass auf Schiffen anfallende oder auf See gesammelte Abfälle nicht zurückgelassen, sondern an Land zurückgebracht und dort ordnungsgemäß bewirtschaftet werden“, verlautbart die EU. Eigentlich frage ich mich schon, warum dies nicht längst in Angriff genommen wurde. Mit der Kunststoffstrategie versucht die EU-Kommission den Eindruck zu erwecken, sie sei an der Spitze der Entwicklung, doch in Wahrheit arbeitet sie nur Fragen auf, die sich seit Jahren stellen – und denen sich leider auch die Einzelstaaten nur unzureichend angenommen haben.

Ein Austernfischer bohrt seinen langen roten Schnabel in den Sand. Die Oberseite ist schwar, die Unterseite weiß. Seine Beine sind rot.
Austernfischer und andere Tiere haben eine saubere Natur verdient. (Bild: Ulsamer)

Ganz nebenbei wäre eingesammelter Plastikmüll – weil auf Erdölbasis hergestellt – auch ein ganz hervorragender sekundärer Energieträger: verheizt in küstennahen Müllverbrennungs- oder kleineren Blockheizkraftwerken mit hochwertigen Filtereinrichtungen, zusammen mit ganz ‚normalem‘ Müll, ließen sich Strom oder Fernwärme für den nächstgelegenen Stadtteil erzeugen.

Information und Aufklärung über die Umweltprobleme müssen ebenfalls intensiviert werden, doch für die ganz verstockten Umweltsünder müssen letztendlich drakonische (Geld-) Strafen als letztes Erziehungsmittel vorgesehen werden. Es ist ja keine Dauerlösung, dass freiwillige Helferinnen und Helfer den Müll anderer Menschen an Stränden oder in Wald und Flur aufsammeln und zusätzliche Müllsammlungen von der Allgemeinheit finanziert werden.

Vermeidung, Sammlung und Recycling von Plastikprodukten müssen in Deutschland, der EU und weltweit vorangetrieben werden. Dabei geht es auch darum, unsere noch zögerlichen Mitmenschen in eine sauberere Umwelt mitzunehmen. Wer die Bedeutung der Umwelt wirklich erkannt hat, der wirft keine Plastikflaschen, Getränkedosen oder Zigarettenstummel achtlos in die Natur, auf Straßen und Plätze, in Bäche, Flüsse und das Meer – oder dem Nachbarn in den Vorgarten. Wer dagegen weiterhin unsere Welt zumüllt, der muss auch Strafen zu spüren bekommen.

Zwischen Treibholz sind leere Plastikflaschen, Dosen und anderer Unrat zu sehen.
Man mag es kaum glauben, was alles in unseren Flüssen unterwegs ist. Große Plastikprodukte können an Schleusen herausgefischt werden, aber kleine Teile und Mikroplastik fließen ungebremst den Meeren zu. Das Bild entstand an der Staustufe Poppenweiler am Neckar in Baden-Württemberg. (Bild: Ulsamer)

 

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