„Schrottmühlen“ für Nordbaden und Süd-Württemberg

Tipp des Verkehrsministeriums erregt die Gemüter

Man mag es kaum glauben, aber da bezeichnet der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, Fahrzeuge, die nicht dem Euro 6-Standard entsprechen als „Schrottmühlen“. (siehe meinen Beitrag „Stuttgart ist schmutzigste Stadt Deutschlands“) Und dann veröffentlicht das Ministerium für Verkehr den weisen Ratschlag: „Sie (die Fahrzeuge ohne Euro 6) können nach wie vor im Gebrauchtwagenmarkt in solche Gebiete veräußert werden, in denen keine blaue Umweltzone zu erwarten ist. Dies sind zum Beispiel alle neuen Bundesländer, aber auch Nordbaden und Süd-Württemberg …“.

Kurioser Hinweis weckt Fantasie

Dies ähnelt ein wenig den Äußerungen aus längst vergangenen Zeiten, als die Europäer gerne Waren auf andere Kontinente verschifften, die zuhause nicht absetzbar waren. Bei subventionierten und unverkäuflichen Hühnerschlegeln herrscht ja heute noch die Tendenz, diese nach Afrika zu exportieren und damit dort die landeseigenen Hühnerfarmer existenziell zu bedrohen. Aber solche Vergleiche hinken natürlich, doch irgendwie wollen sie nicht aus meinem Kopf verschwinden, seitdem ich den kuriosen Hinweis auf der Internetseite des Verkehrsministeriums gelesen habe.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich in den genannten Regionen ein Aufschrei erhob!

Süd-Württemberg wir kommen: Auf dem Land, da fühlen sich auch Fahrzeuge ohne Euro 6 wohl?(Bild: Ulsamer)

Im Übrigen halte ich Euro 5-Fahrzeuge nicht für „Schrottmühlen“ oder gar eine Bedrohung der Menschheit – und dies weder in Stuttgart noch in anderen Teilen Baden-Württembergs oder Deutschlands. Ernsthaft kann sich doch die Landesregierung nicht von solchen Fahrzeugen für Stuttgart abwenden und sie dann anderen Landesteilen gewissermaßen andienen.

 

 

2 Antworten auf „„Schrottmühlen“ für Nordbaden und Süd-Württemberg“

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